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12.13
09:56

Chinas Milchimporte auch 2014 weltmarktbeherrschend

Chinas Milchdurst bleibt auch 2014 unersättlich

Chinas Importe an Voll- und Magermilchpulver sind in den letzten 5 Jahren um das 3,5 bis

4-fache gestiegen. Beim Vollmilchpulver (VMP) beträgt der chinesische Marktanteil auf Weltebene über 55 %, bei Magermilchpulver (MMP) sind es 25 %.

Im Laufe des Jahres 2013 stiegen die VMP-Einfuhren um knapp 33% gegenüber dem Vorjahr und bei MMP betrug der Anstieg 28 %.

Der Selbstversorgungsgrad beim VMP  ist unter die 70 % Marke gefallen, im Falle von MMP werden gerade 20 % erreicht.

Chinas eigene Milcherzeugung schafft gerade mal einen Zuwachs von knapp 6 %. Die Hälfte davon geht in die Frischmilchversorgung.

Dabei liegt das Verbrauchsniveau erst bei 42 kg Milchäquivalent je Kopf. Zum Vergleich wird der Weltdurchschnitt auf 120 kg/Kopf beziffert und im Falle von Nordamerika und Europa liegen die vergleichbaren Zahlen bei 260 bzw. 285 kg/Kopf.

Für das Jahr 2014 prognostiziert das chinesische Büro des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) weiter hohe Steigerungsraten und zusätzliche Wellen neuer Trends.

Das USDA schätzt für 2014 eine chinesische Importsteigerung von knapp 22 % bei VMP und 16 % bei MMP, zusammen rd. +150.000 t Milchpulver. Zum Vergleich dazu wird die globale Einfuhrsteigerung im Jahre 2014 auf +167.000 veranschlagt. Andere Einfuhrländer werden zurückstecken müssen, um den chinesischen Importbedarf Platz zu machen.

Für 2014 bahnen sich neue Einfuhrwellen an. Die Oberschichten mit hohem Einkommen in den chinesischen Großstädten haben die H-Milch als neuen Trend entdeckt. Für 2014 schätzt das USDA eine Einfuhrmenge in Höhe von rd. 300.000 t ultrahocherhitzte Milch. Gegenüber dem abgelaufenen Jahr errechnet sich eine Steigerung um +67 %. In den großen Stadtregionen wird fettreduzierte H-Milch in steigendem Umfange konsumiert. Dabei ist die H-Milch um ein Drittel billiger als die chinesischen Erzeugerpreise für Milch.

Steigender Beliebtheit erfreut sich auch Molkenpulver zur Streckung und Verfeinerung von Verarbeitungsprodukten. Für 2014 soll die Importmenge um 20 % auf 442.000 t steigen. Die EU- 28 ist mit von der Partie.

Die erst in den Anfängen steckende Konsumwelle ist der Käseverbrauch. 45.000 t Käse-Importe sind für globale Verhältnisse nicht viel, aber die 18 % Steigerung macht aufmerksam.

Die starke Nachfrage aus China wird wesentlich dazu beitragen, dass die hohen Milchpreise auch weit ins Jahr 2014 anhalten werden. Die von 0,8 % im Jahre 2013 auf 2,2 % im Jahr 2014 steigende Weltkuhmilcherzeugung wird jedoch dazu beitragen, dass die Preise moderat bleiben und saison- und konjunkturbedingt zum Sommer und Herbst etwas nachgeben können.

Die in Neuseeland erreichten Grenzen der Verarbeitungskapazitäten eröffnen anderen Milcherzeugungsregionen - nicht zletzt die EU-28 - neue Ausfuhrchancen.  

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