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09.15
18:06

EU-Kommission: EU-Milcherzeugung steigt 2016 um 1 %

EU-Kommission: Vorschau auf die EU-Milcherzeugung 2016

In ihrer Sommerausgabe der regelmäßigen Vorschauen auf die zukünftige Entwicklung zentraler Agrarmärkte hat die EU-Kommission einen Ausblick auf den Milchmarkt des Jahres 2016  veröffentlicht.

Die EU-Kommission geht davon aus, dass aufgrund der schlechten Milchpreise die Kuhzahlen von derzeit 23,3 Mio. auf 23,1 Mio. Tiere zurückgehen wird. Jedoch aufgrund steigender Milchleistung je Kuh und Jahr wird eine um 1 % höhere Milchproduktion von etwas über 160 Mio. t erwartet. Im noch laufenden Jahr 2015 soll die Milcherzeugung nur um 0,9 % wachsen.

 Im Vergleich dazu ist noch unter Kontingentsbedingungen die Milcherzeugung von 2013 auf 2014 um + 4 % gestiegen. Den Hintergrund bildeten die attraktiven Milchpreise um die 40 ct/kg bei gleichzeitiger Nichtausschöpfung der Milchquote in den meisten EU-Ländern.

Trotz gefallener Milchpreise wird das einmal erreichte Produktionsniveau vorerst noch gehalten, in der Hoffnung, dass nach einer Tiefphase eine mögliche Preiserholung stattfinden wird. Das ist jedoch nicht in allen EU-Mitgliedstaaten gleichermaßen zu beobachten. Es kristallisiert sich heraus, dass die Länder mit den höchsten Zuwachsraten in der Vergangenheit bei ungünstigen Milchpreisen die höchste Abnahmeraten aufweisen. Diese Beobachtung gilt insbesondere für die mittel- und osteuropäischen Länder.

Die Milchverwendung verändert sich nur in engen Grenzen. Der Frischmilchsektor legt geringfügig auf rd. 48 Mio. t zu, immerhin ein Marktanteil von rd. 30 %, der keiner direkten Konkurrenz ausgesetzt ist.

Den zweitgrößten Anteil mit 9,5 Mio. t nimmt die Käseerzeugung ein, deren Wachstum auf 1,2 % für 2016 geschätzt wird. Der Käseabsatz ist sowohl im Binnenmarkt als auch im internationalen Geschäft aufgrund der starken Nachfrage fast immer gewährleistet.

Die Erzeugung von Vollmilchpulver soll um 3,6 % gesteigert werden, um die zunehmende Milchmenge aufzufangen. Für Magermilchpulver wird nur eine Zunahme von 1,8 % prognostiziert. Ein beachtlicher Teil der bei der Butterherstellung anfallenden Magermilch wird für die Käseherstellung verwendet.

Die Buttererzeugung soll nur um 0,2 % steigen. Dahinter stehen die Absatzprobleme im In- und Ausland. Offene Fette liegen nicht im Verbrauchstrend.

Die Vorschau auf den Milchmarkt geht davon aus, dass die Milchpreise im nächsten Jahr auf einem etwas höheren Niveau als in diesem Jahr verlaufen. Jedenfalls wird kein weiterer Preisverfall mehr unterstellt. Dabei kommt es entscheidend darauf an, dass der internationale Markt wieder stärker nachfragt. Auf Russland wird man dabei nicht bauen können, aber die Hoffnungen richten sich auf China. Das setzt allerdings voraus, dass sich die chinesische Wirtschaft wieder etwas besser darstellt als es in der jüngeren Vergangenheit zu beobachten war.

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