17.
02.15
17:38

GDT-Auktion am 17. Febr.2015 mit einem Plus von 10 %

Internationale Milchpreise steigen – GDT-Auktionen +30 % seit Jahresbeginn

Zum 5. Mal in Folge schließt die internationale Internetauktion Global Dairy Trade im 14-tägigen Rhythmus mit einer Preissteigerung ab. Der Zuschlag am 17. Febr. 2015 erfolgte bei +10,1 % gegenüber der Vorauktion. Seit Jahresbeginn 2015 haben sich damit die Milchproduktpreise  um rd. 30 % erholt. Damit ist ein beachtlicher Teil des 50%igen Kursrückgangs im letzten Jahr 2014 wieder aufgeholt worden.

Marktführer für das gestiegene  Notierungsniveau war wieder mal Vollmilchpulver mit einem durchschnittlichen Zuschlag von 13,7 % mit stabilen Ergebnissen über alle Liefermonate bis in den August 2015.

Wesentliche Ursache für die Preissteigerungen  sind die rückläufigen Angebotsmengen. Das gilt insbesondere für die Versteigerungsaktion selbst mit dem Schwerpunkt neuseeländischer Angebote. Aber auch weltweit ist zu beobachten, dass die vorjährigen Angebotszunahmen  infolge vorangegangener Milchpreise  deutlich nachlassen. Bei den 10 wichtigsten Milcherzeugerländern auf Weltebene ist die Versorgungslage von einer Steigerung von 7  auf nur noch  3,5 % zurückgefallen. Der bis in die jüngste Zeit anhaltende Preisrückgang hat seine Wirkung gezeigt.

Gleichzeitig ist zu beobachten, dass führende Importländer mit Ausnahme Russlands sich wieder stärker im Kaufgeschäft engagieren. Die angehäuften Vorratsläger gehen zur Neige. Nachholbedarf wird sichtbar. Das zukünftige Angebot wird erkennbar nicht größer.

Obwohl es noch früh im Jahr ist, scheint sich eine zyklische Preisumkehr durchzusetzen. Unterstützt wird die Entwicklung durch ein saisonales Angebotstief mit besonderer Ausprägung in Neuseeland, Australien und Argentinien. Die Weide- und Laktationsperiode auf der Südhalbkugel strebt dem Ende entgegen, während auf der Nordhalbkugel noch ein gemäßigtes Winterangebot dominiert. Letztmalig werden in der EU starke Bremswirkungen durch die Quote in den wenigen Ländern mit Überlieferung bewirkt. In der Mehrzahl der unterliefernden EU-Mitgliedstaaten  sorgen die gefallenen Milchpreise für Bremsspuren bei der Milchablieferung.

Selbst in den USA mit konstant hohen Angebotsmengen über Vorjahresniveau bis zum Schluß des Jahres 2014 beginnen drastisch gefallene Preise unter die Marke von 0,28 €/kg Spuren zu hinterlassen.

Der saisonale „Weideaustriebseffekt“  ab April/Mai/Juni 2015 wird hierzulande nochmal für ein steigendes Milchangebot sorgen. In geringem Umfange wird sich auch das Quotenende in der EU bemerkbar machen, denn einzelne Regionen wie Deutschland, Holland, Dänemark und Österreich werden den Freiraum zur Erhöhung der Milchmengen nutzen. (Quoteneffekt). Die zu erwartenden zusätzlichen Mengen dürften  sich vor dem Hintergrund des Weltmarktes in überschaubaren Grenzen halten.

Und noch sind die Vorräte an Butter, Milchpulver und Käse ausreichend hoch, um den vorderen Bedarf zu decken.

Daher wird es noch eine Weile dauern, bis sich ein gut durchschnittliches Preisniveau nachhaltig durchsetzen kann. Die Nagelprobe auf stabile Milchpreise auf Durchschnittsniveau steht in den Frühsommermonaten noch bevor.

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