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04.15
18:14

GDT-Auktion: deutlicher Preisrückgang

Gobal Dairy Trade vom 1. Apr.-15: Zweite Frühjahrsauktion  mit -10,8 %  

Das Durchschnittsergebnis der GDT-Auktion zum 1. April-15 mit einem wiederholt kräftigen Kursrückgang hat den zu Beginn des Jahres 2015 beginnenden Preisaufschwung wieder glatt gestellt. Das Ergebnis kam nicht ganz unerwartet, aber von der Höhe her doch überraschend deutlich.

Zunächst ist eine nur geringfügig höhere Angebotsmenge von + 200 t zur Vorauktion festzustellen. Entscheidend dürfte jedoch die Zurückhaltung auf der Nachfrageseite gewesen sein. Angesichts der weggefallenen Quotenbremse  in der EU und der erwarteten saisonalen Angebotssteigerung in den kommenden Monaten auf der Nordhalbkugel  werden für die kommenden Liefermonate bis in den Herbst hinein ausreichende Angebotsmengen erwartet. Für den vorderen Bedarf reichts.

Eine zunehmende Milchmenge wird erfahrungsgemäß überwiegend zu Milchpulver verarbeitet werden, so dass mit einem überdurchschnittlich steigenden Angebot in absehbarer Zeit gerechnet werden kann.  So ist es nicht verwunderlich, dass Voll- und Magermilchpulver über fast alle Liefermonate hinweg mit zweistelligen Minusergebnissen abgeschnitten haben. Das 5-jährige Durchschnittsniveau der GDT-Auktionen konnte nicht gehalten werden.

Der Milchfettbereich schnitt nur halb so schlecht ab. Die begrenzte Lagerfähigkeit des Produkts fordert laufenden Ersatz. Das bisher erreichte Preisniveau liegt nur knapp unter dem 5-Jahresmittel.

Für die kommenden Monate wird die erzeugte Milchmenge in Neuseeland und Australien um rd. 2 Mio. t  in Richtung  Null gehen, während gleichzeitig auf der Nordhalbkugel die saisonale Erzeugung in gleicher Höhe steigen wird. Inwieweit über den Saisoneffekt noch ein konjunktureller Effekt ausgelöst wird, ist nicht eindeutig bestimmbar. Die bisherige Entwicklung der Anlieferung in der EU zeigt jedoch, dass neben der Quotenbremse auch die Preisbremse eine erhebliche Rolle für die reduzierte Anlieferung gespielt hat.

Wenn die Milchpreise in den nächsten Monaten weiterhin auf saisonbedingt  niedrigem Niveau verharren, wird die vermutete Angebotssteigerung recht moderat ausfallen. Dabei spielt in den Weidegebieten das Futteraufkommen noch eine bedeutende Rolle.

Für die Preisentwicklung in der EU kommt noch der Eurokurs ins Spiel. Sollte sich aufgrund der Griechenlandproblematik der Eurokurs weiterhin von der schwachen Seite zeigen, bestehen günstige Exportmöglichkeiten gegenüber den Wettbewerbern aus Ozeanien und den USA.  Schon jetzt signalisieren die Notierungen für EU-Milchprodukte nur eine geringe Neigung zur Schwäche. Jedenfalls werden sich die starken Kursrückgänge der GDT-Auktion nur sehr gemäßigt auf die hiesigen Preise auswirken.  

Die Terminkurse an der Eurex, Frankfurt deuten auf eine klassische saisonale Schwächeperiode hin, die nicht über den Rahmen des üblichen jahreszeitlichen Abstiegs hinausgeht. Für den Herbst 2015 zeigen die Notierungen wieder aufsteigende Tendenzen.

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