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16:22

GDT-Auktion Mitte Nov.-15 mit nochmaligen Preisrücksetzer

GDT-Auktionsergebnisse  vom 17. Nov. 2015 – ein nochmaliger Rücksetzer mit -7,9 %

Die jüngste Global-Dairy-Trade-Auktion hat nicht den erhofften Wiederanstieg gebracht, sondern einen nochmaligen Rückschlag der durchschnittlichen Auktionsergebnisse von -7,9 %. Trotz einer 10 %igen Rücknahme der umgeschlagenen Mengen scheint die Nachfrage nicht ausreichend groß zu sein, auf den bisherigen Preisniveau im Durchschnitt etwas mehr anlegen zu wollen.

Die im Vorfeld der Auktion von der neuseeländischen Molkerei FONTERRA angekündigten Produktionskürzungen in Höhe von 5,5 % für das laufende Wirtschaftsjahr haben offensichtlich keinen Eindruck bei den Käufern hinterlassen. Eher ist davon auszugehen, dass die aktuell gestiegene Milcherzeugung im Höhepunkt der neuseeländischen Saison genügend Milchprodukte erwarten lässt, so dass nur das Notwendige gekauft wurde. Butter bildet die Ausnahme.

Den stärksten Rückschlag mit -11 % musste Vollmilchpulver verkraften. Die Ergebnisse in den einzelnen Liefermonaten zeigen jedoch, dass in den hinteren Terminen im 2. Quartal 2016 der Preisdruck weniger ausgeprägt ausfällt als in den vorderen Monaten. Insgesamt hat Vollmilchpulver die Hälfte seines bisherigen Preisaufschwungs eingebüßt und steht wieder auf halbem Wege vom Tiefpunkt bis zum 5-jährigen Durchschnittswert.

Für Magermilchpulver war der Rücksetzer mit -8,1 % zwar weniger gravierend, aber die erzielten Auktionszuschläge zeigten durchgehende Preisminderungen. Das Preisniveau bei Magermilchpulver bleibt auf niedrigem Niveau. Das gilt weltweit.

Butterreinfett notierte im Durchschnitt -5,9 %, wobei der Jan.-16-Termin besonders ungünstig abschnitt. Insgesamt ist jedoch festzustellen, dass die Fette bereits knapp unter dem 5 jährigen Durchschnittsniveau liegen.

Normalbutter erzielte im Durchschnitt ein positives Ergebnis mit +5,6 % mit steigender Tendenz in der zweiten Hälfte der Liefertermine bis Mai 2016. Allerdings ist der tiefe Rückschlag bei der vorangegangenen  Auktion dagegen zu halten. Dennoch liegen die Butterkurse nahe am Durchschnitt.

Die starke Preisspreizung zwischen den Milchfetten und den Milchpulvern liegt an dem hohen US-Butterpreisen, die fast doppelt so hoch gegenüber den Mitkonkurrenten ausfallen.

Die zyklische Aufwärtsentwicklung der Milchpreise ist zwar erkennbar, aber der Weg nach oben geht nicht immer glatt vonstatten. Sollte die neuseeländische Milcherzeugung weiter hinter der Vorjahreslinie zurückbleiben, ist mit Preissteigerungen zu rechnen. Noch ist das Wetterereignis EL-Nino nicht auf seinem Höhepunkt angekommen und kann bis März 2016 wirksam werden. Trockenheit auf den neuseeländischen Weiden führt rasch zu Produktionseinbußen. Der Einsatz von Kraftfutter und Futterkonserven zum Ausgleich wird in Neuseeland kaum praktiziert.

In der Zwischenzeit sollte man  berücksichtigen, dass die internationalen Lagervorräte noch nicht so weit geschrumpft sind, dass dringender Nachholbedarf besteht.

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