18.
08.15
19:08

GDT-Auktion nach Monaten wieder im Plus

GDT-Auktion vom 18. Aug.-15: +14,8 % Steigerung zur Vorauktion - Talfahrt beendet?

In der jüngsten Global Dairy-Trade-Auktion vom 18. Aug.-2015 sind nach mehrmonatiger Talfahrt der durchschnittlichen Auktionsergebnisse bis unter das gefürchtete Niveau vom Jahre 2009 die Durchschnittspreise für Milchprodukte um + 14,8 % gestiegen. Das Ergebnis ist umso beachtenswerter als das Verkaufsvolumen mit knapp 37.000 t deutlich über dem Durchschnitt der zurückliegenden Auktionen hinausreicht, allerdings die hohen Mengen der Vorauktion nicht ganz erreicht hat. Eine Reduzierung des Angebots von rd. 20 % hat gereicht, den Preisrutsch zweier zurückliegender Versteigerungen mehr als auszugleichen. Damit wird das Niveau des Jahres 2009 nicht mehr unterschritten.

Die Nachfrage nach Milchprodukten präsentiert sich wieder in einer ansteigenden Tendenz, auch wenn das Niveau noch weit von mehrjährigen Durchschnittswerten entfernt ist.

Das beste Ergebnis erzielte Butterreinfett  (6 % Auktionsanteil) mit einem durchschnittlichen Zuschlag von +26,6 %, das vor allem auf die naheliegenden Liefertermine Okt.-15 bis Dez.15 zurückzuführen ist währen die restlichen Monate bis Febr. 2016 im zweistelligen Zuschlagsbereich verblieben. 

Normalbutter mit 84 % Fettgehalt glich mit einem durchschnittlichen Zuschlag von rd.  +11 %  den Rückgang der letzten Versteigerung wieder aus. Insbesondere die vorderen Termine waren stark gefragt.

Den größten Mengenanteil bestreitet jedoch Vollmilchpulver mit rd. zwei Drittel des Auktionsvolumens. Der durchschnittliche Zuschlagspreis stieg um rd. 19 %, bei einer Bandbreite von +26,4 Im Nov.-15 bis 14,1 % im Liefermonat Jan.-16.

Magermilchpulver erreichte eine durchschnittliche Kaufpreiserhöhung um +8,5 %,  allerdings in einer sehr breiten Spannweite von -9,9 % im Sep.-15 bis +12,3 % im Nov.-15. Die Lieferungen im neuen Jahr 2016 schnitten deutlich schwächer ab

Die kommenden Auktionen stehen zunehmend im Zeichen steigender saisonaler Anlieferungsmengen in Neuseeland und Australien, während auf der Nordhalbkugel die Milchlieferungen gegen Ende der Laktationsperiode zunehmend nachlassen. Das niedrige Auszahlungspreisniveau (in Neuseeland unter 20 €-ct/kg) und die witterungsbedingt beeinträchtigte Futtergrundlage werden als Bremsfaktoren wirksam werden. Das El Niño- Wetterphänomen könnte noch für Trockenperioden in Australien und Neuseeland  sorgen.

 Für  eine grundlegende Trendumkehr der Milchpreise muss die Nachfrage insbesondere aus China wieder deutlich zunehmen. Angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Reich der Mitte und der mehrfachen Abwertung der chinesischen Währung wird man wohl noch eine längere Geduldsphase einkalkulieren müssen. 

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