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06.15
17:43

GDT-Auktion vom 2. Juni 2015: Sommerloch der Preise hält an

6. GDT-Auktion in Folge mit Preiskürzungen – Angebot für die Nachfrage zu groß

Das durchschnittliche Auktionsergebnis vom 02. Juni 2015 mit einem erneuten Preisabschlag von -4,3 % über alle Produkte und Liefermonate spricht eine deutliche Sprache. Das weltweite Angebot an Milchprodukten ist für die Nachfrage immer noch zu groß. Das Auktionsangebot selbst unterschied sich nur unwesentlich von den vorhergehenden Aufgebotsmengen.  .

Von der ganz schwachen Seite zeigten sich die Butterfette mit durchschnittlichen  -10 bzw. -7,4 %. Die Spannbreite der Preisminderungen in den einzelnen Monaten reichte von -5,1 bis -11,9 %. Selbst die späteren Liefertermine Nov.-15  und Dez.-15 zeigten keine wesentlichen Verbesserungen.

Die Nachfrage nach Vollmilchpulver als Hauptträger der Versteigerungsaktion war nicht stark genug, den Preisrückgang von 3,1 % zu verhindern. Die Monate Sept.-15 und Okt.-15 mit minus 4 % drückten das Durchschnittsergebnis  in besonderem Maße.  Die geringeren Preisabschläge im Dez.-15 mit -1 % könnte für gewisse Stabilisierungsaussichten gut sein.

Am günstigsten hat Magermilchpulver mit -1,3 % abgeschnitten. Für  einzelne  Monatslieferungen gab es sogar Preiserhöhungen. Das ist umso bemerkenswerter als Magermilchpulver weltweit die höchsten Steigerungsraten aufzuweisen hat.

Die Durchschnitterlöse nähern sich dem Tiefstand des Jahres 2009, als die weltweite Finanzkrise für eine erhebliche Nachfrageschwäche sorgte. Die Nachfrageschwäche des Jahres 2015 kann eindeutig im Importausfall Russlands und der zurückhaltenden Einfuhren Chinas festgemacht werden.

Die russischen Importrestriktionen für die westlichen Länder sind nicht durch Importkäufe in anderen Regionen wieder wettgemacht worden. Ausschlagegender Grund sind die finanziellen Schwierigkeiten Russlands aufgrund des niedrigen Rohölpreise und des schwachen Kaufkraft des Rubel. Russlands Importe an Milchprodukten sind auf die Hälfte des früher üblichen Niveaus zurückgefallen.

Die zurückhaltende Nachfrage aus China wird mit den angestauten Vorratskäufen begründet, die aber langsamer abgebaut werden als man bislang eingeschätzt hat. Die nicht so stark boomende chinesische Wirtschaft hat ihren Beitrag dazu geleistet. Eine zunehmende Eigenerzeugung ist zwar zu beobachten, hat aber nicht die Durchschlagskraft eine grundlegende Änderung des chinesischen Importbedarfs zu bewirken.

Die saisonal in den Monaten Juni bis Juli nachlassende Produktionsmengen auf Weltebene  könnten für die nächsten Auktionen einen gewissen Stimmungswechsel hervorrufen.

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