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GDT-Auktion vom 20. Okt. 2015: Ergebnisse im schwachen Minusbereich

GDT-Auktion vom 20. Okt.2015 mit durchschnittlch - 3,1 %

Nach den starken Aufwärtsentwicklungen der letzten 4 Auktionstermine mit Kurssteigerungen insgesamt bis zu 50 % erlebt die aktuelle Auktion der Global Dairy Trade (GDT) wieder einen Rücksetzer mit moderaten -3,1 %.

Die Angebotsmenge lag knapp unter den Vormonatswerten.  Offensichtlich haben die bisherigen Auktionstermine für die Erfüllung  eines ausreichenden  Nachholbedarfs gereicht.

Den größten Tiefschlag musste Normbutter hinnehmen. Ein Preis kam nur für den allerletzten Liefermonat Apr.-16   mit -11,1 % zustande.

Im Gegensatz dazu erreichte Butterreinfett das einzige positive Durchschnittsergebnis mit +2,4 %. Allerdings waren die Preisabschläge bei der letzten Auktion ungewöhnlich hoch ausgefallen.  Es bestand Korrekturbedarf.

Die beiden Milchpulversegmente erreichten  durchgehend  negative Einzel- und Durchschnittsergebnisse von -4,5 %.

Das Ergebnis der jüngsten Auktion sorgte für einen geringen Einschnitt des bisherigen Kursaufschwungs. Die  globalen Angebots-Nachfrage-Verhältnisse werden nicht mehr geprägt von einer überdurchschnittlichen Angebotsmenge, sondern von deutlich gedrosselten Steigerungsraten. Auf der Nachfrageseite sind die in den Vorjahren aufgebauten Vorratsbestände  abgeschmolzen, so dass wieder  Nachlieferungsbedarf besteht. Allerdings fehlen die gesperrten Russlandimporte. Chinas  Einfuhren haben sich zwar wieder leicht nach oben bewegt, erreichen aber nicht den Schwung früherer Jahre. Es fehlt den Chinesen ein stärkeres Wirtschaftswachstum. Die reduzierte Kaufkraft der mehrfach abgewerteten chinesischen Währung schränkt die Kauflust ebenfalls ein.

Der erwartete zyklische Preisaufschwung  im Jahre 2016 wird deutlich kleiner ausfallen und eine längere Zeit als in früheren Jahren benötigen.

Allerdings sind Überraschungen durch Neuseeland nicht ausgeschlossen. Ein verringerte Kuhbestand wie seit Jahrzehnten nicht mehr sorgt für weniger Milchanlieferung. Sollte das El Niño Wetter verschärfend dazu kommen, könnte sich die weltweite Versorgungslage auf dem Milchsektor  nochmal deutlich im Frühjahr/Frühsommer 2016 verändern.

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