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09.15
18:51

GDT-Auktionen: Wiederholte Kurssteigerungen im internationalem Milchmarkt

GDT-Auktion 15. Sept.-15:  + 16,5 % - der Erholungskurs setzt sich fort 

Die jüngste GDT-Versteigerung von Milchprodukten im weltweiten Internet hat zu einer weiteren Kurserhöhung der Preise für Milchprodukte um 16,5 % geführt. Damit sind die Preise in den letzten 1,5 Monaten um mehr als 40 % gestiegen. Die Auktionsergebnisse  der Global Dairy Trade (GDT) sind richtungsweisende Preisparameter im internationalen Milchproduktehandel.

Bei wenig verändertem Auktionsangebot von rd. 35.000 t signalisiert die jüngste Kurssteigerung eine deutlich stärker werdende Nachfrage nach Milchprodukten aus den Importländern.

Vollmilchpulver wurde im Durchschnitt aller Liefertermine um 20,6 % höher gehandelt. Bei einem Handelsanteil von mehr als 60 % schlägt dieser Mehrbetrag  erheblich zu Buche.  In fast allen Lieferterminen  bis einschl. März-16 wurden Steigerungen  realisiert. Der niedigtse Zuschlag lag bei 17 % für den Jan.-16-Termin. Den Paukenschlag lieferte zum Schluß der Monat März mit +26,5 %, ein Signal, das deutlich in eine günstigere  Zukunft des Jahres 2016 weist.

Magermilchpulver erreichte eine durchschnittliche Kursverbesserung  von 17 %. In diesem Falle reichte die Spannbreite der Zuschläge von  13,6 % für die Lieferung im Okt.-15  bis zu 24,8 % im Schlussmonat März-16.

Die beiden Butterfette erreichten jeweils  Durchschnittsergebnisse von 13,7 % bis 13,3 %. Auch in diesen beiden Fällen setzten Butterreinfett und Normalbutter für den Monat März16 einen kräftigen Schlussakkord von jeweils +20,6 bzw. 23,8 % Steigerung.

Die zum dritten Male im höheren  zweistelligen Bereich abgeschlossenen Auktionsergebnisse haben deutlich gemacht, dass die Angebots-Nachfrage-Verhältnisse die zyklische Talsohle durchschritten haben. Mit den beachtlich  gestiegenen Vorauspreisen für die ersten Frühjahrsmonate  2016 sind die Weichen wieder in Richtung einer robusten Aufwärtsentwicklung gestellt worden.

Bei aller Euphorie sollte man nicht vergessen, dass das bisher erreichte Niveau noch deutlich unterhalb der mehrjährigen Durchschnittswerte liegt. Weitere positive Auktionsergebnisse sind vonnöten, um wieder von „Normalpreisen“ sprechen zu können.

In den nächsten Monaten wird sich herausstellen,  welches Ausmaß  der saisonale Höhepunkt der Milchanlieferung in Neuseeland und Australien im Okt.-15 erreichen wird.  Die Meldungen einer reduzierten Kuhherde in Neuseeland und das bevorstehende El Niño-Wetterphänomen  sind als Hinweise darauf zu werten, dass die üblichen Steigerungen hinter den Vorjahren zurückbleiben.  Damit verbunden wäre eine weitere deutliche Entlastung des Angebots.

 Möglicherweise haben vorstehende  Überlegungen auch schon bei der jetzigen Auktion Pate gestanden.

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