Nach neusten Aussagen der Molkereien sind die Anliefermengen saisonbedingt weiter rückläufig. Vor allem das warme Wetter dämpft die Milchproduktion und führt zu einem geringeren Rohstoffaufkommen. Im Vergleich zur Vorwoche ging die Menge um 0,7 % zurück. Damit hat sich der Vorsprung zum Vorjahr weiter vergrößert. Auf dem Spotmarkt ermittelte das ife Institut in Kiel einen durchschnittlichen Preis von 32,9 Cent/kg.
Auf dem Magermilchpulvermarkt hat sich die Lage weiter stabilisiert. Seit Anfang Juli gaben die Preise aufgrund der verhaltenden Nachfrage, sowie dem ausreichenden Angebot nach. Steigende Nachfrage aus dem In - und Ausland gaben den Preisen aktuell wieder Unterstützung und sorgten für festere Tendenzen. In Kempten wurde für das Pulver ein Preis von 2000 Euro bis 2200 Euro notiert. Beim GlobalDairyTrade Tender konnte das MMP nach den Abwärtskorrekturen wieder leicht zulegen, sodass die EU-Ware auch weiterhin wettbewerbsfähig bleibt. Gebremst werden die internationalen Handelsaktivitäten jedoch von den Rahmenbedingungen, sowie der Sorge über eine zweite Corona-Welle.
Die Abrufe für Formbutter zeigen sich immer noch saisonbedingt schwach. Dämpfend wirken sich vor allem die hohen Temperaturen, sowie die Urlaubszeit auf die Nachfrage aus. Dennoch ist das diesjährige Sommerloch nicht so stark zu spüren wie sonst üblich. Unverändert wurde die Spanne, trotz der teilweisen höheren Forderungen der Anbieter, in Kempten mit 3,46 €/kg bis 3,67 €/kg fortgeschrieben. Am Blockbuttermarkt prägt ein ruhiger Marktverlauf das Bild. Die Anfragen stiegen zwar wieder, dennoch hielten sich die Einkäufer mit Abschlüssen zurück und zeigten sich abwartend. Das Angebot übersteigt auch weiterhin die Nachfrage. Die Exportgeschäfte verliefen zuletzt schleppend. Beim GDT in Neuseeland gaben die Butterpreise zum dritten Mal in Folge nach. Das hat zur Folge, dass die heimische Ware kaum konkurrenzfähig ist und günstige Offerten aus dem Ausland vorgezogen werden.
Der Schnittkäsemarkt befindet sich auf einem saisonüblichen Niveau. Die Abrufe erfolgen laut Aussage der Marktteilnehmer normal und vor allem der Food-Service fragt konstant Ware nach. Nachdem erneut einige Länder in Südeuropa als Corona-Risikogebiet eingeschätzt wurden, nahmen die Exporte deutlich ab. Auch die Geschäfte mit Drittländern gestalten sich nach wie vor wegen dem relativ starken Euro schwierig. In den Reifelagern nehmen die Bestände zunehmend ab. Aufgrund der rückläufigen Anliefermengen wurde die Produktion von Schnittkäse reduziert und auf Lagerware zurückgegriffen.
Milch-Aktualisieren,
Update vom 25.08.2020
Jahreszeitüblich sinken die Anliefermengen weiter. Dementsprechend war am Markt ein kleineres Angebot an Industrie, sowie Magermilchkonzentrat zu finden. Die Preise tendierten leicht fester. Bei der Formbutter zeigten sich mit dem Ferienende in vielen Bundesländern eine leichte Belebung der Nachfrage. Anders sieht es bei der Blockbutter aus. Hier zeigen sich die Marktteilnehmer weiterhin abwartend. Die Preisvorstellung zwischen Käufer und Verkäufer lagen oftmals zu weit auseinander, als das Abschlüsse zustande kommen konnten. Der Käsemarkt präsentiert sich weiterhin recht stabil. Sowohl der Binnenmarkt, als auch die Exportgeschäfte zeigen sich stetig.
ZMP Live Expertenmeinung
Die rückläufigen Anlierfmengen, als auch das Ferienende in vielen Regionen sorgt für eine leichte Belebung auf dem Milchmarkt. Die Preise zeigen sich zunehmend fester und der Markt stabilisiert sich. Dennoch überschatten weiterhin die steigenden Coronafälle und die Sorge über eine zweite Welle die Handelsaktivitäten. Vor allem bei der Butter setzen zudem günstige Offerten aus dem Ausland den Markt jedoch unter Druck.