(AMI) Seit 2007 hat die Volatilität am deutschen Milchmarkt deutlich zugenommen. Zwischen 2007 und 2013 wurden sowohl die deutschen Milcherzeuger, als auch die milchverarbeitende Industrie mit kräftigen und bis dahin nicht gekannten Preisschwankungen konfrontiert.
Angebotsschwankungen in Folge ungünstiger Witterungsverhältnisse sowohl in Deutschland als auch in wichtigen Exportländern hielten den Milchmarkt unaufhörlich in Bewegung. Dazu haben auch die jährlichen Quotenerhöhungen in der EU im Zuge der Vorbereitung des Marktes auf das Auslaufen der Quotenregelung im Jahr 2015 beigetragen. Daneben hat die Nachfrage phasenweise spürbar auf die Preisveränderungen am Milchmarkt reagiert. Insgesamt hat der weltweite Bedarf an Milchprodukten in den zurückliegenden Jahren aber deutlich zugenommen - insbesondere aus Asien. Wurden Ende des Jahres 2007 noch Rekordergebnisse bei den Erzeugerpreisen von 42,4 Ct/kg erreicht, folgte Mitte 2009 – nach einem rasanten Preisverfall – ein historischer Tiefstand. Innerhalb von eineinhalb Jahren fiel der Milchpreis seinerzeit um rund 20 Ct, bevor wieder ein langsamer aber stetiger Anstieg einsetzte. Nach einer erneuten Preisschwäche im Jahr 2012 steuerten die Milchpreise 2013 auf eine neue Höchstmarke zu. Im Mittel der zurückliegenden 7 Jahre lag der durchschnittliche Milchpreis bei 32,7 Ct/kg Milch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß. In der Betrachtung des Mittels von 1998 bis 2006 wurde ein durchschnittlicher Preis von 30,2 Ct/kg ermittelt. Zwar war das Ergebnis niedriger als zuletzt, allerdings war die Schwankungsbreite der Milcherzeugerpreise mit knapp 9 Ct im Vergleich zu den vergangenen 7 Jahren nur halb so groß.
ZMP Live Expertenmeinung
Trotz der steigenden Tendenzen beim Milchaufkommen und der Herstellung von Milchprodukten bleibt das globale Angebot hinter der Nachfrage zurück. Signifikante Änderungen zeichnen sich derzeit nicht ab. Die Preise dürften sich in den kommenden Monaten voraussichtlich weiterhin auf hohem Niveau bewegen.