In der zweiten Hälfte des März setzte sich der saisonale Anstieg der Milchanlieferung in Deutschland fort. Dennoch blieb das Rohstoffaufkommen weiterhin deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Auch wenn laut der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) in der 12. Kalenderwoche rund 0,4 % mehr Milch angeliefert wurde als in der Vorwoche, lag die Menge immer noch 2,5 % unter dem Vorjahreswert. Seit Jahresbeginn wurde damit insgesamt 2,2 % weniger Milch erfasst.
Der Rohstoffmarkt zeigte sich zum Monatswechsel regional unterschiedlich. Während in einigen Regionen bereits erste Impulse durch das bevorstehende Ostergeschäft spürbar waren, ließen sie anderswo noch auf sich warten. Insgesamt blieb die Nachfrage nach fetthaltigen Produkten hoch. Trotz eines volatilen Marktgeschehens mit kurzfristig schwächeren Preistendenzen zu Wochenbeginn, zogen die Preise in der aktuellen Berichtswoche bei reger Nachfrage erneut an.
Wegen der schwachen Preisentwicklung bei Magermilchpulver wurde zuletzt weniger getrocknet, und die Nachfrage blieb verhalten. Gleichzeitig führte die hohe Nachfrage nach Sahne zu einer verstärkten Entrahmung, wodurch das Angebot an Magermilch und -konzentrat anstieg. Aufgrund des insgesamt begrenzten Rohstoffangebots bestand jedoch kein Verkaufsdruck. Die Preise blieben dadurch stabil bis leicht rückläufig. Magermilchkonzentrat wurde im Schnitt zu etwa 2,0 €/kg Trockenmasse gehandelt, während der Preis für Magermilch im Vergleich zur Vorwoche leicht um 1 Cent auf 16 Cent/kg sank.
Die Spotmarktpreise für Rohmilch entwickelten sich zum Monatsende unterschiedlich. In Deutschland lag der Durchschnittspreis laut ife-Institut in der 13. Kalenderwoche bei 45,2 Cent/kg – ein Rückgang um 0,6 Cent gegenüber der Vorwoche. Auch in den Niederlanden sank der Spotpreis leicht um 0,5 Cent. In Norditalien blieb das Preisniveau hingegen stabil.
ZMP Live Expertenmeinung
Die Milchmärkte bleiben auf einem festen Niveau. Die Nachfrage vor Ostern ist gut. Aktuell dürften die Erzeugerpreise stabil bleiben.