Marktnachrichten – KW 3/2026 (Stand ca. 13. Januar 2026)
EU-Aktuelle Preise & Tendenzen
Aktuelle EU‑Durchschnittspreise (bis Wochende 11.01.2026) zeigen:
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Butter: ca. 427 €/100 kg (Minus gegenüber Vorwoche)
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SMP: ca. 206 €/100 kg (leicht rückläufig)
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WMP: ca. 304 €/100 kg (leicht rückläufig)
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Cheddar: ca. 376 €/100 kg (Minus gegenüber Vorwoche)
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EU‑Hofpreis: ca. 50,3 ct/kg (November 2025), geschätzt 49,4 ct/kg für Dezember 2025.
Diese Daten zeigen fortgesetzte Abwärtsbewegungen bei den meisten wichtigen Segmenten, mit relativ stabiler, aber rückläufiger Rohmilchpreis‑Tendenz.
Proteste & Produktionsdruck
In Deutschland demonstrierten Mitte Januar 2026 zahlreiche Milchbauern mit Traktoren vor dem Landwirtschaftsministerium, um gegen den drastischen Preisverfall bei Milch zu protestieren. Laut Berichten erhalten Erzeuger aktuell nur etwa 34 ct/L, deutlich unter den Produktionskosten.
Rohmilchmarkt – Angebotsdynamik
Marktkommentare zeigen, dass die Milchanlieferung in der EU über dem Niveau der Vorjahre liegt, was den Angebotsdruck verstärkt. Dezember‑Daten deuten darauf hin, dass das Milchaufkommen weiterhin hoch ist, was die Spotpreise und Auszahlungspreise drückt.
Preisbewegungen bei Milchprodukten – GDT
Laut Marktentwicklung hat sich bei den ersten Global Dairy Trade (GDT) Auktionen Anfang Januar 2026 der Preisindex wieder etwas erholt, nachdem er in 2025 gefallen war – der Index stieg um ca. 6,3 % gegenüber dem Dezember‑Tender, mit Preisanstiegen bei mehreren Produktgruppen.
Marktstimmung & Analysen
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Foodcom / Global Report: Der globale Markt startete 2026 mit einem Überangebot und niedrigen Preisen, und 2026 wird als Jahr der Markt‑Stabilisierung und Umstrukturierung beschrieben.
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Milk Marker Index (MMI): Eine aktuelle Publikation meldet, dass Milcherzeugungskosten gestiegen sind, während Auszahlungspreise gefallen sind → die Wirtschaftlichkeit vieler Betriebe ist in der Unterdeckung.
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Spotmarkt‑Preise: In Nord‑ und Westeuropa liegen Spot‑Milchpreise häufig unter 0,40 €/kg (z. B. Kiel‑Rohmilchwert ca. 0,305 €/kg), was auf strukturelle Angebotsüberhänge hinweist.
ZMP Live Expertenmeinung
Die langfristigen Abwärtsrisiken dominieren weiterhin den Milchmarkt, getragen durch Überproduktion, sinkende Spot‑ und Auszahlungspreise und Kosten, die vielerorts die Erlöse übersteigen. Gleichzeitig gibt es erste leichte bullische Signale (z. B. GDT‑Erholung, Teilsegment‑Nachfrage, Exportstabilität), die mittelfristig stabilisierend wirken können, wenn sie anhalten.
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Kurzfristig: Fortgesetzter Preisdruck – besonders bei Fett‑ und Pulverprodukten.
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Mittelfristig: Chancen auf Stabilisierung, wenn Nachfrageimpulse aus Exportsegmenten und funktionellen Produkten kommen.
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Erzeugerperspektive: Unterdeckung vieler Betriebe deutet auf strukturelle Belastungen hin – ggf. Anpassungsprozesse oder politische Interventionen notwendig.