16.
05.24
Konzentratmärkte geben Richtung vor

Milch News, 16.05.2024

Bullish
  • Milchspitze erreicht
  • geringe Warenbestände Käse bei guter Nachfrage
  • Impulse aus Eiszeit und Spargelzeit
Bearish
  • schwache Nachfrage aus Asien/Situation am Roten Meer
  • Milchmenge aktuell über Vorjahr
Bildung Preisindex   Magermilchpulver       €/t
Veröffentlichung Deutschland Niederlande Frankreich Index Änderung
08.05.2024 2.380 € 2.390 € 2.430 € 2.400 € 25 €
08.02.2024 2.365 € 2.370 € 2.390 € 2.375 € 3 €
02.05.2024 2.355 € 2.370 € 2.390 € 2.372 € -1 €
        Butter       €/t
Veröffentlichung Deutschland Niederlande Frankreich Index Änderung
08.05.2024 5.965 € 6.050 € 5.825 € 5.947 € 69 €
08.02.2024 5.910 € 5.890 € 5.835 € 5.878 € 35 €
02.05.2024 5.850 € 5.870 € 5.810 € 5.843 € -19 €
        Flüssigmilch       ct/kg
Veröffentlichung Deutschland Niederlande Dänemark Irland Index Änderung
13.05.2024 45,92 46,50 46,13 43,12 45,42 0,01
12.04.2024 45,75 46,00 45,21 44,67 45,41 -0,73

Die Milchmenge bleibt auf hohem Niveau stabil. Gegenüber der Vorwoche hat sie sogar leicht abgenommen, die Vorjahreswoche wird weiter überschritten. Insgesamt fehlen aber in den ersten 18. Kalenderwochen rund 0,2 % Milchmenge. An den Konzentratmärkten kommen Impulse aus der Spargel- und Eiszeit an. Auch die Außengastronomie hat einen höheren Bedarf an Rahm. Magermilchkonzentrat wird vor allem aus dem europäischen Umfeld vermehrt abgerufen, die Preise ziehen an. Spotmarktmilch kann sich weiter erholen und notiert um 1,4 Cent fester bei 33,7 Cent/kg.

Sowohl Form- als auch Blockbutten wiederholt an Wert gewinnen. Der Markt für abgepackte Butter zeigt sich unverändert. Wegen der Feiertage ruft der Lebensmitteleinzelhandel vermehrt Waren bei den Herstellern ab, Die Spargelsaison bietet zusätzliche Impulse am Buttermarkt.  Blockbutter wird vor allem für spätere Termine angefragt, kurzfristige Lieferungen werden kaum besprochen.  Preislich liegen Käufer und Verkäufer oft noch auseinander, bemerkenswert ist, dass mittlerweile auch aus den europäischen Urlaubsregionen vermehrt anfragen in Deutschland eingehen. An der EEX haben sich die Kurse zuletzt etwas fester entwickelt, die Handelsaktivitäten sind aber zuletzt etwas geringer.

Wie schon gewohnt präsentiert sich der Markt für Käse ausgeglichen. Die Verbrauchernachfrage und damit die Abrufe aus dem Lebensmitteleinzelhandel sind auch Mitte Mai auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Zusätzlich Anfragen kommen mittlerweile auch aus der Lebensmittelindustrie und von Großverbrauchern, die aber nicht immer in neue Kontrakte münden. Die europäischen Urlaubsregionen rufen weiterhin Waren ab und zeigten insbesondere für die Feiertage und jetzt auch für Pfingsten wegen hoher Urlauberzahlen einen erhöhten Bedarf. Da die Käseproduktion wegen der hohen Milchanlieferung ordentlich ist, bleiben die Notierungen stabil. Die Lagerbestände wachsen kaum. Die Preise zeigen sich unverändert zur Vorwoche und sind seit Ende Februar stabil.

Nach dem leichten preislichen Anstieg in der vergangenen Woche konnte Magermilchpulver in Lebensmittelqualität auch am gestrigen Mittwoch in Kempten zulegen. Diese Entwicklung zeigt sich auch an der Terminbörse EEX in Leipzig. Geschäfte und Gespräche konzentrieren sich in erster Linie auf Lieferungen in der zweiten Jahreshälfte. Wegen geringer Warenbestände zeigen die Hersteller weiterhin kein Verkaufsdruck. Eine Exportnachfrage ist da, bleibt aber mengenmäßig deutlich hinter den Erwartungen zurück. Etwas fester wird auch Vollmilchpulver notiert. Die Süddeutsche Butter- und Käsebörse notierte gestern im Durchschnitt 30 Euro/t mehr. Die Geschäfte hier beschränken sich vor allem auf den europäischen Binnenmarkt. Molkenpulver notiert unverändert. Die Nachfrage zieht auch hier weiter an, preislich werden sich Käufer und Verkäufer aber zumeist nicht einig. 

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Impulse kommen. Aus der Spargelzeit und auch aus den wärmeren Temperaturen die die Außengastornomie beflügeln. Problematisch bleibt der Export. Die Wettbewerbsfähigkeit ist zwar gegeben, die Situation am Roten Meer machen Exporte jedoch nach Asien teuer. Zudem trübt die Konjunktur in China die Lust der Verbraucher dort. Die grundsätzlich stabile Entwicklung dürfte sich damit erst einmal fortsetzen. 

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