20.
03.25
ohe Nachfrage und stabile Preise für Butter und Käse

Milch News, 20.03.2025

Bullish
  • Niedrige Anliefermengen - knappes Rohstoffangebot
  • Kein Abgabedruck bei Herstellern
  • Hohe Nachfrage - Vorbereitung auf Ostern beginnen
  • Potenzielle Märkte in Asien
Bearish
  • Teils schwächere Rohstoffpreise (Kieler Rohstoffwert)
  • Hohe Eurokurs - verteuert europäische Ware auf dem Weltmarkt
  • Pulvermärkte zeigen sich ruhiger

Auch zur Mitte des März setzte sich der Trend steigender Milchlieferungen in Deutschland fort. Die höheren Temperaturen zu Monatsanfang führten zu einem weiteren Anstieg. Laut der ZMB) wurden in der 10. Kalenderwoche etwa 0,6 % mehr Milch angeliefert als in der Woche davor. Allerdings ließ der saisonale Zuwachs etwas nach. Im Vergleich zum Vorjahr blieb die angelieferte Milchmenge weiterhin unter dem Niveau – in der 10. Woche lag das Minus bei 1,4 %, für die ersten zehn Wochen des Jahres summierte sich der Rückgang auf 2,1 %. Der Rohmilchmarkt entwickelte sich Mitte März uneinheitlich. Der Kieler Rohstoffwert musste einen Preisrückgang von 1,4 Cent auf 46,9 Cent pro Kilogramm verkraften. Während die Spotpreise in den Niederlanden stabil blieben, verzeichnete Norditalien leichte Preissteigerungen.

Auch in der zweiten Märzhälfte blieb die Nachfrage am deutschen Käsemarkt hoch. Der Lebensmitteleinzelhandel und die Industrie orderten kontinuierlich, während das Exportgeschäft auf saisonüblichem Niveau verlief. Die Hersteller berichteten von weitgehend ausverkauften Produktionsbeständen, und die Lagerbestände in den Reifekellern blieben knapp. Die Preise entwickelten sich stabil bis leicht steigend. Aufgrund der hohen Nachfrage und des begrenzten Rohstoffangebots rechnen Marktteilnehmer mit weiteren Preissteigerungen, verstärkt durch das Ostergeschäft.

Der Markt für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität beruhigte sich in der zweiten Märzhälfte nach einer kurzen Belebung. Der Handel mit Drittländern wurde durch den Ramadan und den gestiegenen Eurokurs gedämpft. Letzterer erreichte Anfang der Berichtswoche den höchsten Stand seit Oktober 2024, was europäische Ware am Weltmarkt verteuerte. Marktteilnehmer setzen auf neue Impulse durch die mögliche Aufhebung des Importstopps in China und Malaysia. Sinkende Preise für Magermilchkonzentrat führten zuletzt zu schwächeren Notierungen für getrocknete Ware.

Der Markt für Blockbutter zeigte in der zweiten Märzhälfte weiterhin eine hohe Handelsaktivität. Die stabile Entwicklung am Fettmarkt führte zu einer anhaltenden Nachfrage, während das Angebot aufgrund der unter dem Vorjahresniveau liegenden Milchanlieferung begrenzt blieb. Zudem waren nur geringe Lagerbestände verfügbar. Der Absatz von Blockware erreichte für die Jahreszeit ein überdurchschnittliches Niveau, insbesondere für kurzfristige Lieferungen im März und April bestand weiterhin Bedarf. Infolgedessen konnten Hersteller im Neugeschäft teilweise höhere Preise erzielen. Die Süddeutsche Butter- und Käse-Börse in Kempten verzeichnete am 19. März 2025 eine Notierung von 7,45 bis 7,60 EUR/kg, was einem Anstieg um 10 Cent am unteren und 5 Cent am oberen Ende im Vergleich zur Vorwoche entspricht. Damit verringerte sich der Preisabstand zur abgepackten Butter weiter. An der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig blieben die Preisprognosen für Blockbutter stabil. Der durchschnittliche Preis für den Zeitraum von März bis November 2025 stieg im Vergleich zur Vorwoche um 56 EUR auf 7.424 EUR/t. Während die erwarteten Preise für Liefertermine im März und September innerhalb der Spanne des Kassamarktes lagen, bewegten sie sich für die Monate April bis August sowie Oktober bis November darunter. Die Handelsaktivitäten an der EEX nahmen Mitte März erneut zu. In der 11. Kalenderwoche wurden 2.870 t (574 Kontrakte) gehandelt, was einem Anstieg um 165 t (33 Kontrakte) im Vergleich zur Vorwoche entspricht. In der zweiten Märzhälfte blieb die Nachfrage nach abgepackter Butter und Streichmischfetten auf einem hohen Niveau. Hersteller berichteten von einem stabilen Absatz beider Produkte im Lebensmitteleinzelhandel. Als mögliche Einflussfaktoren werden die Entwicklungen am Markt für Industriesahne sowie regional höhere Temperaturen genannt. Gleichzeitig wird von einer weiterhin begrenzten Verfügbarkeit berichtet. Mit Blick auf die bevorstehenden Osterfeiertage wird eine anhaltend hohe Nachfrage erwartet. Die Molkereipreise für Formware blieben in der zweiten Märzhälfte aufgrund laufender Verträge unverändert. In Kürze beginnen die Verhandlungen für die neue Vertragsperiode ab April. Angesichts der bestehenden Nachfrage nach Butter und der gestiegenen Preise für den Rohstoff Rahm wird eine mögliche Preisänderung erwartet. Am 19. März 2025 notierte die Süddeutsche Butter- und Käse-Börse in Kempten für abgepackte Butter eine unveränderte Preisspanne von 7,40 bis 7,80 EUR/kg. Im Lebensmitteleinzelhandel kostete Deutsche Markenbutter im Preiseinstiegssegment weiterhin 1,99 EUR pro 250-Gramm-Päckchen.

ZMP Live+ Logo

ZMP Live Expertenmeinung

Auch in den kommenden Wochen dürfte sich weiterhin stabile Nachfrage nach Milchprodukten wie Käse und Butter, unterstützt durch das Ostergeschäft durchsetzen. Die begrenzte Verfügbarkeit von Rohstoffen durch die niedrigen Milchlieferungen dürften die Preise weitestgehend auf einem hohen Niveau halten. Mögliche Handelsimpulse aus Asien, insbesondere die Lockerung des Importstopps in China und Malaysia, könnten zudem neue Chancen bieten. Insgesamt rechnen die Marktteilnehmer mit einer stabilen bis leicht steigenden Preisentwicklung.

ZMP Markttrends
Aktuelles von den Märkten kompakt für Sie zusammengefasst

Achtung, du siehst derzeit historische Daten da du entweder kein ZMP Live+ Mitglied oder nicht eingeloggt bist. Hol dir jetzt den Informationsvorsprung!

09.
11.25
12:35

Basisdaten & Marktentwicklung – bis KW 44/2025 (Stand: 10.11.2025) Rohmilch / Erzeugerpreise Der gewichtete Durchschnittspreis der Rohmilch (EU‑27) belief sich im September 2025 auf ≈ 54,53 €/100 kg. Für Oktober 2025 wird ein Wert von ≈ 56,64 €/100 kg ausgewiesen. Damit bewegt sich der Milchpreis weiterhin auf hohem Niveau, wenn auch die Dynamik…

weiterlesen
01.
07.25
11:41

Der ife‑Index stabilisierte sich im Juni bei 49,8 ct/kg – erste Erholung nach fünf Monaten Rückgang. Rohstoffwert (ct/kg) Veränderung zum Vormonat Januar 2025 52,9 –1,8 ct Februar 51,7 –1,2 ct März 50,6 –1,1 ct April 49,7 –0,9 ct Mai 49,0 –0,7 ct Juni 49,8 New Zealand Milk Auctions 01. Juli 2025: Index bei 4 389 USD, stabil seit dem 18. Juni 03…

weiterlesen
Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?