21.
12.24
Vorweihnachtsgeschäft treibt Nachfrage bei Butter an

Milch News, 21.12.2024

Bullish
  • Anhaltend knappe Rohstoffverfügbarkeit
  • Rückläufige Anliefermengen
  • Anlaufendes Weihnachtsgeschäft
Bearish
  • Internationaler Preisdruck
  • Teils Zurückhaltung bei Einkäufern aufgrund der hohen Preise

Saisontypisch hat sich die rückläufige Entwicklung der Milchanlieferungen auch zu Mitte des Novembers weiter fortgesetzt. Nach Angaben der ZMB wurden 0,6 % weniger Rohstoff als in den Vorjahren bei den Molkereien angeliefert. Zudem erfassten die Molkereien insgesamt 1,2 % weniger Rohstoff als in der Vorjahreswoche. Seit Beginn des Jahres wurde 0,4 % weniger Milch angeliefert als im Vorjahreszeitraum. Die Rohstoffverfügbarkeit blieb durch die anhaltend niedrige Milchanlieferung nach wie vor knapp. Die Produzente konzentrierten sich in den vergangenen Tagen vor allem auf die Produktion der Kontraktware. Sofern flüssiger Rohstoff verfügbar, wurde dieser oftmals aufgrund des hohen Preisniveaus am Spotmarkt platziert. Hier wurde ein Preis des ife Instiutes von 60,4 Cent/kg notiert. Ein Plus von 0,3 Cent gegenüber der Vorwoche.

Der Markt für Magermilchpulver blieb Mitte November stabil, mit einer anhaltend hohen Nachfrage, sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Die Hersteller konnten die angefragten Mengen gut bedienen, sodass für kurzfristige, aber auch für spätere Liefertermine Abschlüsse zustande gekommen sind. Aufgrund der auch zuletzt global gestiegenen Preise konnten sich die heimische Ware auch international platzieren. Die solide Nachfrage und das internationale Preisniveau sorgten dafür, dass die Preisspanne in Kempten weiter angehoben wurde. Auch an der EEX tendierten die Kontraktpreise fester.

In den ersten zwei Wochen des Novembers stieg der Absatz von Formbutter im Lebensmitteleinzelhandel, angetrieben durch das Vorweihnachtsgeschäft. Die Versorgungslage am Buttermarkt blieb knapp, was regional zu logistischen Schwierigkeiten führte. Im LEH kostet derzeit das Paket Deutsche Markenbutter 2,39 €, das sind 80 Ct mehr als im Vorjahr. Die Preise für Blockbutter stiegen leicht, während die Produktion für die Hersteller aufgrund hoher Industrierahmpreise nur bedingt lohnend war. An der EEX sanken die Preise für Blockbutter im Vergleich zur Vorwoche, und das Handelsvolumen nahm ab. Das Exportgeschäft blieb herausfordernd, da die heimischen Preise höher waren als die internationalen. Beim zweiten GlobalDairyTrade-Tender im November stiegen die Butterpreise leicht, blieben jedoch unter dem heimischen Niveau.

Auch in den vergangenen Tagen hat sich die Lage auf dem deutschen Käsemarkt kaum geändert. Eine starke Nachfrage aus verschiedenen Handelskanälen traf auf ein begrenztes Angebot. Besonders der Lebensmitteleinzelhandel hatte einen weiterhin hohen Bedarf, der teils nur knapp zu decken war. Zudem riefen sowohl die Industrie als auch der Großverbrauchersektor ihre Kontraktmengen planmäßig ab. Freie Mengen waren kaum verfügbar, sodass auch nur bedingt Abschlüsse zustande gekommen sind. Auch das Exportgeschäft mit der heimischen Ware verlief stabil, wobei sowohl europäische als auch außereuropäische Länder Interesse zeigten. Trotz der globalen Konkurrenz herrschte aufgrund der hohen Inlandsnachfrage kein Verkaufsdruck.

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Auf den Teilmärkten werden die Preise derzeit vor allem weiterhin von der knappen Rohstoffverfügbarkeit, als auch von dem anlaufenden Weihnachtsgeschäft gestützt. Daran dürfte sich wohl auch kaum viel vor den Feiertagen ändern. Mit Blick auf das kommende Jahr hingegen zeigen sich leicht schwächere Preistendenzen. 

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