Aktuelle EU‑Preisdaten (MMO‑Dashboard)
Laut dem European Milk Market Observatory (Update 21. Jan. 2026) zeigen sich für Woche bis 18.01.2026 folgende EU‑Durchschnittspreise:
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Butter: ca. 429 €/100 kg (+0,5 % vs. Vorwoche)
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SMP: ca. 208 €/100 kg (+0,5 %)
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WMP: ca. 305 €/100 kg (+0,6 %)
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Cheddar: ca. 373 €/100 kg (stabil)
Diese Preisbewegungen sind gemischt: leichte Erholungsimpulse bei einigen Produkten, jedoch weiterhin auf historisch niedrigem Niveau.
Milchanlieferung & Rohstoffwert (Deutschland)
Milchanlieferung in Deutschland Anfang 2026 deutlich höher als im Vorjahr (plus ca. 5,9 % in KW 1) – was höheren Angebotsdruck erzeugt. Gleichzeitig fiel der Kieler Rohstoffwert Milch im Dezember 2025 auf 30,8 ct/kg, den niedrigsten Stand seit 2020.
Kosten‑ und Preislage laut Milch Marker Index
Der Milch Marker Index (MMI) zeigt, dass im Oktober 2025 die Erzeugungskosten (~53,73 ct/kg) höher waren als Auszahlungspreise (~49,94 ct/kg), was eine Unterdeckung bedeutet – also strukturelles wirtschaftliches Risiko für Erzeuger.
Globaler Handel & GDT‑Entwicklung
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Bei den Global Dairy Trade (GDT) Auktionen Ende Januar 2026 kam es zu einer Preisaufwärtsbewegung (+1,5 %), getragen von Butter, WMP und SMP.
Diese positive GDT‑Rally signalisiert kurzfristig wieder Nachfrageimpulse auf Weltmarktebene.
ZMP Live Expertenmeinung
In KW 4/2026 zeigt sich ein Milchmarkt, der leichtes positives Momentum aufgreift (insbesondere bei GDT‑Rally und einigen EU‑Durchschnittspreisen), gleichzeitig aber von anhaltender Angebotsstärke, niedrigem Rohstoffwert und strukturellen Unterdeckungen gepusht wird:
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Kurzfristig: leichte Erholungstendenzen im globalen Handel (GDT) und stabilere Pulversegmente.
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Mittelfristig: Angebotsdruck und niedrige Rohstoffwerte belasten die Erzeugerpreise.
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Erzeugerfreundlich: Erholung in Pulverpreisen und saisonale Nachfrageimpulse könnten mittelfristig stützen.
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Risiko: Anhaltend hohe Milchanlieferung und Unterdeckung der Erzeugungskosten bleiben kritische Faktoren.