Holländische Ferkelexporte nehmen ab
Seit mehr als einem Jahrzehnt hat sich die holländische Schweinehaltung aufgrund der begrenzt verfügbaren Fläche auf die Ferkelerzeugung konzentriert. In den Anfangsjahren stiegen die Ausfuhren fast im 1 Mio. Tier je Jahr. In den letzten 5 Jahren ist eine Stagnation auf einem Niveau von knapp 6,5 Mio. Ferkelexporten eingetreten. Die Kapazitäten scheinen erschöpft zu sein.
Mit rd. 4 Mio. Ferkeln geht der größte Teil der Ausfuhren ins angrenzende Deutschland. Die Zahlen gehen leicht zurück. Rund 750.000 Ferkel werden nach Belgien/Luxemburg ausgeführt.
Die früher hohen Exporte in Höhe von über 500.000 Tiere je Jahr in Richtung Polen haben infolge der starken Konkurrenz aus Dänemark deutlich abgenommen. Polen bezieht aus Dänemark mit steigender Tendenz knapp 3,8 Mio. Ferkel.
In der Anfangsphase der holländischen Ferkelexporte war Spanien eine bedeutender Importeuer mit fast 1 Mio. Tiere im Jahr. In dem Maße wie Spanien seine eigene Ferkelerzeugung vorantrieb, fielen die Lieferungen auf knapp 300.000 Stück je Jahr.
Ungarn und Rumänien beziehen mit kleinen jährlichen Schwankungen jeweils eine Menge von 200.000 bis 250.000 Ferkel im Jahr.
Deutlich nachgelassen hat der Ferkelexport 2015 in Richtung Kroatien und Italien.
Nach den jüngsten Viehzählungsergebnissen hat Holland seinen Sauenbestand um 4,6 % bzw. um 53.000 Sauen abgestockt. Bei überschlägiger Rechnung ergibt sich daraus unter Berücksichtigung von Leistungssteigerungen eine Minderung von rd. 1 Mio. Ferkel. Der Verringerung wird sich teilweise in den Exportzahlen der kommenden Jahre wiederfinden.