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Ferkelexporte Dänemarks

Dänemarks Ferkelexporte 2015: nach Aufschwung - jetzt Höhepunkt überschritten?

Dänemarks Ferkelausfuhren haben sich in den letzten 10 Jahren von knapp 3 Mio. auf rd. 11,5 Mio. Stück mehr als vervierfacht. Der größte Schub fand in den Jahren 2008 und 2009 statt, aber danach entwickelten sich die Ausfuhren nach einigen Konsolidierungsphasen weiter nach oben.

Das Jahr 2014 zeigte wieder überdurchschnittliche Zunahmen. Der Schwung hielt auch noch Anfang des Jahre 2015 an. In jüngster Zeit  sind Stabilisierungstendenzen erkennbar.

Mehr als die Hälfte der dänischen Ferkel werden nach Deutschland geliefert. Allerdings stagnieren die Zahlen seit rd. 4 Jahren auf einem Niveau von jährlichen 6,5 Mio. Stück. Die seit jüngster Zeit veröffentlichte Statistik für die Ausfuhren in einzelne Länder zeigt, dass monatlich im Durchschnitt um die 550.000 Ferkel nach Deutschland transportiert werden.

Zunehmende Lieferungen gehen nach Polen. Während im Jahre 2014 erst rd. 4 Mio. Tiere dorthin transportiert wurden, könnten es nach den bisherigen Entwicklungen im Jahr 2015 rd. 4,5 Mio. Ferkel werden. Im 1. Halbjahr 2015 betrug die Zahl bereits 2,2 Mio. Stück. Die Erklärung des steigenden polnischen Ferkelbedarfs besteht in der kleinstrukturierten Sauenhaltung. In den letzten 10 Jahren wurde die polnische Sauenhaltung um 40 % verringert. Zunächst ging auch der Mastschweineanteil zurück. Die verbliebenen Mastanlagen erfordern jedoch große Ferkelpartien, die  Dänemark zu liefern in der Lage ist.

In deutlich kleinerem Rahmen von 550.000 Stück je Jahr  gehen dänische Ferkel nach Italien, in jüngster Zeit mit steigender Tendenz. Nach Tschechien werden kna00 150.000 Jungtiere geliefert. Die gleiche Größenordnung nehmen eine Mehrzahl kleinerer Lieferungen ein.

Interessant ist, dass die Niederlande, selbst ein großer Ferkelexporteur, rd. 250.000 dänische Ferkel importiert. Dabei handelt es sich überwiegend um Ferkel für die Bacon-Fleischerzeugung.

Die jüngsten Schweinezählungen in Dänemark zeigen, dass sich der Sauenbestand nur wenig verändert. Inwieweit ein leichter Rückgang bei den Jungsauen ausreichende Hinweise auf eine zukünftig stagnierende Entwicklung liefert, bleibt angesichts der Produktivitätssteigerung noch offen.

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