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05.14
17:04

Ferkelexporte Dänemarks legen wieder etwas zu

Dänemarks Ferkelexporte haben seit Anfang 2014 wieder zugenommen.

Die in den Jahren 2012 und 2013 zu beobachtende Stagnation der dänischen Ferkelexporte scheint in den ersten 3 Monaten des Jahres 2014 wieder an Schwung gewonnen zu haben. Gegenüber den Vorjahresmonaten Jan bis März ist die Zahl der ausgeführten Ferkel um rd. 100.000 Stück je Monat gestiegen.

Damit machen sich die in Dänemark festgestellten höheren Sauenbestände deutlich bemerkbar. Als zugkräftig erweisen sich aber auch die attraktiven Ferkelpreise des importierenden Auslandes.

Deutschland gehört zu den größten Importgebieten. Je nach Jahr schwanken die Exportanteile nach Deutschland zwischen 65 und 70 %. Im Jahre 2013 waren es 6,3 Mio. von insgesamt 9,6 Mio. ausgeführter dänischer Ferkel, die nach Deutschland transportiert wurden. Im Jahr zuvor waren es noch 6,6 Mio. Stück.

In der Zwischenzeit werden dänische Ferkel verstärkt in die mittel- und osteuropäischen Länder gefahren. Die dortige Sauenhaltung ist regional unterschiedlich zwischen -25  bis – 40 % zurückgegangen.

Vor allem Polens Ferkelerzeugung hat erhebliche Bestandsminderungen erfahren. Ursachen sind kleine Durchschnittsbestände unter 10 Sauen, eine geringe Produktivität und erhebliche Einbußen bei hohen Futterkosten. Die jüngsten Behinderungen durch die Afrikanische Schweinepest hat Polens Schweinehaltung nochmal ein Stück zurück geworfen, auch wenn es aus Brüssel staatliche Unterstützung für die betroffenen Sperrbezirke gibt. Der geringe polnische Ferkeleinfuhrbedarf ist postwendend nach Deutschland umgeleitet worden.

Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit hat auch in Tschechien und Ungarn zu einem überdurchschnittlichen Abbau der Sauenbestände bis zu 45 % im Vergleich zum EU-Beitrittsjahr 2004 geführt. Die Mastkapazitäten sind nicht in gleichem Maße zurückgegangen, so dass ein Ferkeldefizit besteht.

Trotz des jüngst festgestellten Wiederanstiegs der dänischen Ferkelexporte ist nicht zu erwarten, dass sich die Zuwachsraten der früheren Jahre ab 2007 bis 2012 mit jährlich + 1 Mio. Stück wiederholen werden. Dazu ist die dänische Sauenhaltung nicht groß genug gewachsen und die Steigerung der Ferkelleistung bewegt sich im üblichen Rahmen. Die dänische Schlachtbranche hat ein vehementes Interesse daran, die Ferkel und Schweine im eigenen Land zur Auslastung der Kapazitäten zu behalten. Dänische Schweine- und Ferkelpreise liegen häufig im oberen Mittelfeld beim europäischen Vergleich.

Leicht zunehmende Ferkelexporte Dänemarks und der Niederlande bringen Entspannung in den knapp versorgten europäischen Ferkelmarkt. Allerdings ist kaum mit einem Überangebot zu rechnen, es sei denn die „Aktion Tierwohl“ würde wider Erwarten noch eine Erfolgsnummer in Sachen Reduzierung der Mastplätze führen.

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