09.
12.15
15:34

Ferkelhandel zwischen nordeuropäischen EU-Staaten

Ferkelexporte der Niederlande und Dänemarks

Die beiden EU-Mitgliedstaaten Niederlande und Dänemark haben aufgrund ihrer Veredlungsdichte vor  mehr als einem Jahrzehnt damit begonnen, die Schweinemast zu reduzieren und auf  die weniger  flächenintensive  Ferkelerzeugung umzustellen.  Das Ergebnis dieses Umstellungsprozesses ist ein ständig wachsender Ferkelexport in übrige EU-Mitgliedstaaten mit Ferkeleinfuhrbedarf.

In den letzten Jahren kristallisiert sich zunehmend heraus, dass das holländische Exportvolumen an seine Grenzen gestoßen ist. Seit gut 5 Jahren stagnieren die Ferkelausfuhren aus Holland um die Größenordnung von 6 bis 6,3 Mio. Tieren. Im ersten Halbjahr 2015 sind die Ausfuhren sogar rückläufig gewesen. Erst im 3. Quartal ist ein mäßiger Wiederanstieg zu beobachten.

Deutschland ist der größte Abnehmer holländischer Ferkel. Aber auch in diesem Fall stagnieren die Liefermengen auf dem Niveau von etwas über 4 Mio. Tieren schon seit mehreren Jahren.

Spanien und Polen waren in früheren Jahren bedeutende Abnehmerländer. Spanien kann sich aber mittlerweile selbst versorgen. Der Absatz nach Polen geht aus Gründen der zunehmenden Exportkonkurrenz aus Dänemark zurück.  

Dänemarks Ferkelausfuhren sind hingegen in den letzten Jahren weiter gestiegen Der Umfang geht auf jährliche Exportmengen von knapp 12 Mio. Tieren zu. Die jüngsten Emntwicklungen deuten einen gewissen Stillstand  an. Die dänischen Lieferungen nach Deutschland stagnieren jedoch seit einigen Jahren auf dem Niveau von rd. 6,5 Mio. Ferkeln.  Zunehmende dänische Liefermengen gehen in Richtung Polen; für 2015 wird mit einem Absatz von rd. 4 Mio. Ferkeln dorthin gerechnet. Dabei ergeben sich gewisse Synergie-Effekte mit dänischen Schweinestalleinrichtern, Futtermittelwerken sowie Schlachtbetrieben.

Deutschland ist Europas größtes Ferkelimportgebiet. Rd. 20 % der in Deutschland gemästeten Schweine stammen aus den Ferkeleinfuhren aus Holland und Dänemark. Polen importiert mittlerweile ähnlich große Anteilsmengen, weil die eigene Sauenhaltung zu kleinstrukturiert aufgestellt ist.

Die jüngste Preisentwicklung wird zu einer zunehmenden Verschärfung in der Konkurrenzentwicklung führen.

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