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08.15
15:32

Ferkelimportbedarf Deutschlands an der Sättigungsgrenze

Stagnierende Ferkelimporte aus Holland und Dänemark

Aus Holland und Dänemark bezieht Deutschland rd. 11 Mio. Ferkel je Jahr. Das entspricht rd. 20 % des deutschen Ferkelbedarfs. Die Niederlande steuern dazu rd. 4 Mio. und Dänemark knapp 7 Mio. Jungtiere bei.

Sei 2012 stagnieren jedoch die deutschen Ferkeleinfuhren. Das liegt zum größeren Teil  an der erreichten Sättigungsgrenze des Ferkelbedarfs der Mäster, zum kleineren  Teil an einem leicht wachsenden Inlandserzeugung.

Für Holland ist festzustellen, dass der gesamte Ferkelexport seit mehreren Jahren keinen Zuwachs mehr aufweist. Die Sauenbestände in den Niederlanden sind an ihre Kapazitätsgrenzen angelangt, die maßgeblich durch Umweltbedingungen bestimmt werden.  Neben Deutschland sind weitere Bestimmungsländer holländischer Ferkel Polen, einige mittel- und osteuropäische Länder sowie Italien und Kroatien.

Demgegenüber steigert Dänemark seine Ferkelausfuhren jedes Jahr um rd. 0,5 bis 1 Mio. Stück. Die zusätzlichen dänischen Lieferungen gehen vorrangig nach Polen mit rd. 3,5 Mio. Tieren je Jahr, aber auch in andere mittel- und osteuropäische Länder mit einem Ferkeldefizit, wie z.B. Rumänien, Ungarn. Dänemark Schweinehaltung ist zwar an die Grenzen der Umweltbelastung gestoßen, jedoch wird  die Mastschweineerzeugung zugunsten der umweltverträglicheren Ferkelerzeugung reduziert.

Die aktuell ungünstige Preissituation auf dem Schweinefleischmarkt hat auch die Ferkelerzeugung in Mitleidenschaft gezogen. Die Ferkelpreise haben auf breiter Front nachgegeben. Daher ist für die kommende Zeit mit einer Strukturbereinigung in der Schweinefleischerzeugung zu rechnen. Weniger leistungsfähige – meistens kleinere - Ferkelerzeugungen werden am stärksten betroffen. In aller Regel werden die Sauenställe nicht von anderen  Eigentümern übernommen, wie das häufig bei Mastställen zu beobachten ist.   

Für Deutschland gilt weiter die Feststellung, dass es sich um ein Ferkelzuschussgebiet handelt. In solchen Regionen liegen die Preise immer höher als in Überschussräumen. Im Falle ungünstiger Preislagen werden die Überschussregionen am stärksten vom Preisdruck belastet sein, es sei denn, es bestünden andere Wettbewerbsvorteile in der Produktionstechnik und auf der Kostenseite.

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