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04.16
16:42

Feste durchschnittliche Beziehung zwischen Ferkel- und Schweinepreisen

Im Durchschnitt der Jahre stabile  Beziehungen der Ferkel- zu  Schweinepreisen

In den letzten 5 Jahren hat sich herausgestellt, dass sich die durchschnittlichen Relationen zwischen Schweine- und Ferkelpreisen ziemlich konstant entwickelt haben. In der vorausgegangen Zeitspanne war die Entwicklung von fallenden Ferkelpreisen in Relation zu den Schweinepreisen geprägt. Hintergrund waren die steigende Ferkelproduktivität der sich ausbreitenden Dan-Zucht bei gleichzeitig steigenden Ferkelimporten aus den Niederlanden und Dänemark.

Heute spielen sich die Produktivitätssteigerungen wieder im normalen Maße ab und die Importe aus Dänemark und den Niederlanden nach Deutschland stagnieren seit mehreren Jahren. Deutschland hat ein Ferkeldefizit von rd.  20 % gemessen an den Schlachtzahlen „inländischer Herkünfte“ von Schlachtschweinen.

Die Entwicklungen im Zeitablauf kann man trennen  in einen linearen konstant verlaufenden Trend und den saisontypischen Hoch- und Tiefs im Frühjahr bzw. Herbst eines Jahres. Weniger ausgeprägt ist eine mittelfristige zyklische Komponente infolge der kontinuierlich besseren Auslastung großer Bestände.

Typisch für die Beziehungen zwischen Ferkel- und Schweinepreisen ist die Feststellung, dass  bei hohem Preisniveau die Ferkelpreise überproportional hoch ausfallen und bei niedrigen Kursniveau sinngemäß umgekehrt.  In jüngster Zeit ist dieses Phänomen zyklischer Schwankungen  in einer weniger starken  Ausprägung zu beobachten.  Angesichts der niedrigen Schweinepreise infolge des Russland-Importverbotes  halten sich die Ferkelpreisrelationen  hinsichtlich des Trendverlaufs erstaunlich stabil.

Der Grund für die vergleichsweise feste Durchschnittspreisrelation ist im deutschen Ferkeldefizit zu finden. Die ausgeprägten Mastplatzüberhänge führen zu einer relativen Ferkelknappheit, die durch teure Importe aus Überschussregionen bedient werden müssen. Daher ist eine in früheren Jahren stattgefundene Überwälzung niedriger Schweine- auf die Ferkelpreise nicht mehr so einfach möglich.

Die Folge ist, dass die Preissignale für eine Einschränkung der Erzeugung nur teilweise an die Ferkelerzeuger weiter gegeben  werden. Diese reagieren wiederum etwas verhaltener mit der Abstockung der Sauenzahlen. Die Anpassungsreaktionen des Angebots des Schweinesektors an die veränderte Nachfrage verlaufen in längeren Zeitspannen als sie unter anderen Bedingungen  stattgefunden hätten.

Niedrige Schweinepreise 2016  im 3. Jahr in Folge zeigen, dass die übliche Reaktionszeit von 1,5 bis 2 Jahren in früheren Zeiten überschritten wird.

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