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Holländische Ferkelexporte stagnieren

Ferkelexporte der Niederlande mit Schwerpunkt Richtung Deutschland

Bei begrenzter Tragfähigkeit der niederländischen Viehhaltung auf knapper Fläche ist die Sauenhaltung gegenüber der Schweinemast wettbewerbsfähiger. Darauf hat sich die Holländische Schweinehaltung seit Jahren eingestellt. Die Folge ist ein jährlicher Ferkelüberschuss von rd. 6 Mio. Tieren je Jahr.

Die Phase jährlicher steigender Wachstumsraten von zusätzlichen 0,5 bis zu 1 Mio. Exportferkel je Jahr ist jedoch vorbei. Spätestens mit dem Jahre 2010 ist der Gesamtexport in eine Stagnationsphase eingelaufen. Die beiden letzten Jahre 2013 und 2014 zeigen bereits rückläufige Entwicklungstendenzen.

Die Bestimmungsländer für die Ferkelausfuhren reichen von den grenznahen Gebieten Belgien und Deutschland bis hin zu weiter entfernt liegenden Einfuhrstaaten. Dazu gehören die osteuropäischen Länder wie Polen, Ungarn Rumänien und Kroatien sowie Italien.

Deutschlands bezieht rd 2/3 der holländischen Ferkelexporte. Die Zahlen sind von 2005 mit 2 Mio. Stück je Jahr auf rd. 4 Mio. Tiere  im Jahre 2013 angestiegen. In den letzten beiden Jahren ist auch hier kein  weiteres Wachstum mehr festzustellen.

Das grenznahe Belgien importiert schon seit Jahren eine weitgehend feste Menge an Ferkel in einer Größenordnung von rd 750.000 Tieren.

Wechselnde Einfuhrzahlen sind für Polen zu beobachten. In früheren Jahren wurden  fast gleich viele Ferkel wie nach Belgien nach dorthin verfrachtet, in den nachfolgenden Jahren ist es ruhiger geworden. In der jüngeren Zeit steigen die Zahlen, im Wesentlichen durch die Schweinepest bedingt, die die eigene kleinstrukturierte Sauenhaltung erheblich geschädigt hat.

Rumänische, ungarische und kroatische Ferkelimporte aus den Niederlanden halten sich mit leichten Schwankungen in einer Größenordnung von 600.000 Ferkel je Jahr. In jüngster Zeit haben die Ferkelimporte dieser Länder deutlich zugenommen zu Lasten der holländischen Ausfuhren nach Deutschland.

Italiens Ferkeleinfuhren nehmen in jüngerer Zeit wieder zu, nachdem die Sauenhaltung im eigenen Lande erheblich abgestockt worden ist.

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass das Exportpotenzial der Niederlande bei den Ferkeln vorerst ausgeschöpft ist. Bei der Verteilung kommt es wesentlich auf transportkostengünstigen Absatzregionen mit überdurchschnittlich günstigen Preisen einer Zuschussgebietes an. Deutschland besitzt dabei einen großen Vorteil. Allerdings müssen dazu auch die Ferkelpreise im Binnenmarktvergleich über dem gewichteten Durchschnitt liegen.  

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