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09.13
13:24

Weniger deutsche Ferkelimporte

Dänische Ferkelexporte nach Deutschland im 1. Halbjahr 2013

In halbjährlichen Abständen schlüsselt die dänische Agrarstatistik die monatlich erfassten Ferkelexporte nach den Bestimmungsländern auf.  Deutschland gehört zu den wichtigsten Staaten mit einem dänischen Exportanteil, der zwischen 65 % und knapp 70 % liegt.

Die im 1. Halbjahr nach Deutschland gelieferten dänischen Ferkel belaufen sich auf rd. 3,25 Mio. Tiere. Das sind rd. 1,4 % bzw. rd. 46.000 Stück weniger Ferkel als im gleichen Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig fällt der deutsche Anteil an den Gesamtexporten Dänemarks von knapp 70 auf 65 %. Rechnet man das Halbjahresergebnis auf das Gesamtjahr 2013 um, werden rd. 6,5 Mio. dänische Ferkel in Deutschland gemästet, etwas weniger als im  Vorjahr.

Damit bestätigt sich die Beobachtung, dass sich die Ferkelimporte nach Jahren ständiger Steigerung in der jüngeren Zeit auf Stagnationskurs bewegen. Die gleiche Feststellung trifft für die holländischen Ferkelexporte zu.

Zunehmend werden dänische Ferkel nach Polen geliefert. Der Grund findet sich in den um fast 45 % stark abgebauten polnischen Sauenbeständen, die zu einem hohen Anteil in wenig rentablen Kleinhaltungen unter 15 Tieren bewirtschaftet wurden. Im 1. Halbjahr 2013 wurden rd. 1,31 Mio. dänische Ferkel nach Polen gefahren, eine Steigerung um 45 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die holländischen Ferkelexporte nach Deutschland beliefen sich im 1. Halbjahr 2013 etwas über 2 Mio. Stück,  rd. 1% weniger als im Vorjahreszeitraum. 

Damit gehören steigende deutsche Ferkelimporte zum Ausgleich der in Deutschland weniger erzeugten Jungtiere vorerst der Vergangenheit an.

Eine grundlegende Änderung dieser Entwicklungsrichtung für das 2. Halbjahr ist zurzeit nicht auszumachen. Ferkel bleiben - gemessen an den deutschen Mastplatzüberhängen - relativ knapp. Für stark sinkende deutsche Ferkelpreise besteht wenig Spielraum, weil die in- und ausländischen Ferkellieferungen sonst in andere Bedarfsgebiete mit relativ günstigeren Preisen umgelenkt werden.

Das Ferkelpreisniveau bleibt jedoch in einer engen Beziehung zu den Schweinepreisen.

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