Unveränderte Ferkelpreisnotierungen in der 26. KW
Ferkelpreise (Stand: 24. Juni 2014)
Die steigenden Schweinepreise haben die Ferkelpreise nicht mitziehen können. Verantwortlich dürften den Meldungen zufolge die im Nordwesten wechselnden Handelsmengen von 158.000 bis 178.000 Ferkeln bei gleichzeitig reservierter Aufstallungsbereitschaft sein. Im Mittel bleiben die Wochenzahlen im Durchschnittsbereich. In anderen Notierungsregionen werden unterdurchschnittliche Angebotsmengen gehandelt.
Neue Ferkelpreise ab 23. bis 28. Juni 2014 (bzw. 26. KW-2014)
Der Nord-West-Preis wurde für die 25. KW mit 56 € je 25 kg Ferkel beibehalten.Die gehandelten Ferkelmengen der Vorwoche deuten mit 178.300 (Vorwoche 158.913; Vorvorwoche 178.529) ein wieder zunehmendes Angebot an. Für die 26. KW werden die Ferkelpreise NordWest weiterhin unverändert notiert. Die Unverändert-Notierung erfolgt zum 12. mal in Folge.
In Hohenlohe/Oberschwaben wurden die Ferkelpreise in der 25. KW mit 55,80 € je 25 kg um 0,40 €/Stück als Folge eines rückläufigen Angebotes erhöht. Für die 26. KW sollen die Notierungen unverändert bleiben. Die Ferkelangebotsmengen bewegen sich im unteren Durchschnittsbereich.
In den übrigen deutschen Notierungsgebieten mit unterschiedlichen Gewichten, Zuschlags- und Verkaufskonditionen werden die Ferkelpreise für die 26. KW weiterhin unverändert belassen. Die gemeldeten Handelsmengen – besonders im Süden - sind niedriger als in den Vorwochen.
Die holländischen Ferkelpreise mit einer Partiegröße von 300 Tieren sind in der 25. KW auf 47,00 € je 25 kg Ferkel um 0,50 € Stück gefallen. Für die 26. KW …… (Nachtrag folgt)
Bis einschl. 20. KW sind die holländischen Ferkeleinfuhren im 5-wöchigen Schnitt von etwas über 86.000 Stück auf rd. 77.000 gefallen. Die Gesamtausfuhren Hollands lagen zuletzt wieder bei 125.000 Stück je Woche (Vorjahr 125.000).
Dänische Ferkelpreise sind in der 25. KW mit 54,73 € je je 30 kg Basisferkel fast unverändert geblieben. Für die 26. KW wird der Basisferkelpreis um 1,17 € Stück angehoben
Eine gesonderte Auswertung der dänischen Ferkelexporte nach Bestimmungsländern ergab, dass in den ersten 3 Monaten 2014 die deutschen Einfuhren um rd. 100.000 Stück gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen sind. Zunehmend werden dänische Ferkel nach Polen geliefert. (siehe Analyseteil: (http://www.zmp.de/analysen/weniger-daenische-ferkel-fuer-deutschland-me… )
Der in den Frühsommermonaten übliche saisonale Rückgang der Ferkelpreise ist weiterhin nicht in Sicht. Tendenziell feste bis leicht steigende Schweinepreise halten bei durchschnittlichen Angebotsmengen die Ferkelnotierungen hoch.
ZMP Live Expertenmeinung
Unveränderte NW-Ferkelpreisnotierungen seit 12 Wochen bei deutlich wechselnden Schweinepreisen weisen darauf hin, wie eng das grundsätzliche Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Ferkelmarkt ist. Wöchentlich wechselnde Umsatzzahlen signalisieren das Spannungsverhältnis zwischen aktueller Nachfrage und Angebot in der jeweiligen Woche. Ein diesbezüglich regulierendes Zu- und Abschlagsverhalten findet keinen Niederschlag in den Notierungen. Die seit Wochen konstanten Notierungsergebnisse spiegeln ein Preisniveau auf dem Hintergund eines grundsätzlich knapp ausgeglichenen Marktes wider, der für grundlegende Niveaukorrekturen keinen Anlaß bietet.