22.
07.14
Ferkelpreise sind den fallenden Schweinepreisen gefolgt

Piglets-Cockpit, 2014-07-22

Bullish
  • Perspektiven auf Wiederanstieg der Schweinepreise
  • Kein Überangebot an Ferkeln
Bearish
  • gefallene Schweinepreise
  • eingeschränkte Aufstallungsbereitschaft
  • leicht gestiegene Ferkelzahlen

Entwicklung der Nord-West-Ferkelpreise (25 kg, 200er Lieferpartie, ab Hof)

30. KW 29. KW 28. KW 27. KW 26. KW 25. KW 24. KW 23.KW 22. KW 21. KW 20. KW 19. KW 18. KW 17. KW 16. KW
Ferkelpreise €/Stck.

49,00

51,00

53,00

55,00

56,00

56,00

56,00

56,00

56,00

56,00

56,00

56,00

56,00

56,00

56,00

NW- Ferkel    Stück

170.215

167.126

165.866

178.300

158.913

178.529

168.483

169.204

171.783

163.713

159.038

167.960

-

171.685

Ferkelpreisnotierungen für die 30. KW

Ferkelpreise  (Stand: 22. Juli 2014)

Der wiederholte Rückgang der Schweinepreise drückt die Ferkelpreise weiter nach unten. Die gemeldeten Handelsmengen sind gegenüber der Vorwoche wieder gestiegen.

Neue Ferkelpreise ab 21. bis 26. Juli 2014 (bzw. 30. KW-2014)

Der Nord-West-Preis wurde für die 29. KW mit 51 € je 25 kg Ferkel  um 2 € je Stück zurückgenommen.Die gehandelten Ferkelmengen der Vorwoche deuten mit 170.215 (Vorwoche 167.126 Vorvorwoche 165.866), auf ein steigendes Angebot hin. Für die 30. KW werden die Ferkelpreise NordWest nochmal  um - 2 € je Stück heruntergesetzt.

In Hohenlohe/Oberschwaben wurden die Ferkelpreise in der 29. KW mit  50,90 € je 25 kg um 2,20 € je Stück heruntergesetzt. Die Handelsmengen sind  über den mehrwöchigen Durchschnittszahlen. Für die 30. KW werden die Notierungen nochmal um – 3,50 € je Stück heruntergesetzt.  

In den übrigen deutschen Notierungsgebieten mit unterschiedlichen Gewichten, Zuschlags- und Verkaufskonditionen werden die Ferkelpreise für die 30.  KW in der Spannbreite von – 1,50 bis - 3 € je Stück niedriger angesetzt. Die gemeldeten Handelsmengen sind fast überall gestiegen.

Die holländischen Ferkelpreise mit einer Partiegröße von 300 Tieren sind in der 29. KW auf 41,00 € je 25 kg Ferkel um -2,50 € je Stück gefallen. Für die 30. KW soll die Notierung nochmal um – 2 €/Stück niedriger angesetzt werden.

Im II. Quartal 2014 sind die holländischen Ferkeleinfuhren gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig gestiegen. Die durchschnittlichen wöchentlichen Lieferungen nach Deutschland lagen bei 77.500 Stück. Die Gesamtausfuhren der NL waren gegenüber dem Vorjahreszeitraum fast unverändert.

Dänische Ferkelpreise sind in der 29. KW  mit 53,62 € je je 30 kg Basisferkel um -1,10 € je Stück verringert worden.   Für die 30. KW wird der Basisferkelpreis nochmal um rd. - 1,13 €/Ferkel verringert.

Von Jan bis einschl. April 2014 hat Dänemark 2.086.610 Ferkel nach Deutschland geliefert. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres sind das -1,6 % weniger. Dafür wurden die Ferkelexporte nach Polen von 841,814 auf 1.118.030 Stück um rd.  + 33 % gesteigert. Selbst nach Holland wurden rd 100.000 dänische Ferkel geliefert, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum Jan bis April.

Im Monat Mai 2014 stieg der Gesamtexport an dänischen Ferkeln auf die Rekordhöhe von 1.042.982 um 22 % gegenüber dem Vormonat.

Die jüngsten Rücknahmen bei den Ferkelnotierungen folgen verdächtig nahe der mehrjährigen Saisonfigur. Im Vorjahr sind jedoch die Ferkelpreise dem saisonalen Verlauf nicht weiter gefolgt, sondern haben sich im Gefolge steigender Schweinepreise  wieder nach oben bewegt. Die enge Abhängigkeit der Ferkelkurse von den Schweinepreisen wird auch in diesem Jahr die weitere Entwicklung bestimmen.

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ZMP Live Expertenmeinung

Die gedrückte Stimmung im Schweinemarkt hat sich auf die Ferkelpreise niedergeschlagen. Eine eingeschränkte Aufstallungsbereitschaft und leicht erhöhte Angebotsmengen haben zu diesem  Ergebnis  beigetragen. Die Ferkelkurse sind dem durchschnittlichen Saisonverlauf näher gekommen. Die weitere Preisentwicklung dürfte in enger Abhängigkeit vom durchschnittlichen Schweinepreisverlauf bestimmt werden. Im Vorjahr sind die Herbstpreise stark gestiegen. Ob und inwieweit eine Wiederholung in diesem Jahr unter den Vorzeichen der russischen EU-Importsperre möglich ist, besitzt nur eine geringe Wahrscheinlichkeit. Eine Stabilisierung auf leicht erhöhtem Niveau kann eine realistische Option sein.

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