08.
11.13
Ein Ende des Preisrückgangs erreicht?

Ferkel-Cockpit, 08.11.2013

Bullish
  • Ferkel bleiben weiterhin relativ knapp
  • ein wieder möglich erscheinender Schweinepreisanstieg unterstützt die Ferkelpreise
Bearish
  • Nachwirkungen der schwachen Schweinepreise aus den letzten Wochen

Ferkelpreise  (Stand 08.11.2013)

Der Preisrutsch bei den Schweinepreisen in den zurückliegenden Wochen hat die Ferkelpreise durchaus in Mitleidenschaft gezogen. Die etwas zeitversetzten Rücknahmen der Notierungen reichen bis in die ablaufende 45. KW mit Ankündigungen von Abstufungen zwischen -1 bis - 2 € je Stück. Süddeutsche Ferkelüberschussgebiete notieren eher schwächer als der Norden.  

Die gemeldeten Ferkelzahlen der inländischen Notierungsgebiete weisen unterschiedliche Entwicklungen auf. Im Süden  steigt das  Angebot eher an, im Norden deuten die Meldezahlen auf  einen spürbaren Rückgang hin.

Holländische Ferkelimporte nach Deutschland sind in der 43. Kalenderwoche wieder auf über 71.000 Stück gestiegen, eine Größenordnung, die in den letzten 4 Wochen schon Bestand hat. Die Gesamtexporte  Hollands bleiben aber weiterhin erheblich unter dem Durchschnitt und den Zahlen im Vergleich zum Vorjahr. Die Nähe zu Deutschland hat eindeutige Vorzüge.

Dänemarks Ferkelexporte sind im Monat September um 100.000 auf 740.000 gegenüber dem August gefallen. Eine länderspezifische Aufteilung liegt nicht vor. Üblicherweise gehen zwischen 65 bis 70 % der Ferkel nach Deutschland. Im Vergleich zu den ersten 9 Monaten des Vorjahres liegen die diesjährigen dänischen Ferkelausfuhren um 3,6 % höher. Allerdings bestehen typische monatliche Schwankungen und wechselnde Aufteilungen der Ferkelströme in die Bestimmungsländer.

Vergleicht man den Rückgang der Schweinepreise von 1,93 auf 1,63 €/kg bzw. bei 95 kg SG von 28,50 € je Schweine mit den Ferkelpreisrückgängen von 56 auf 50 € je Stück wird deutlich, dass die früher ausgeprägten Überwälzungseffekte in diesem Jahr nicht wesentlich  stattgefunden haben. Zwei Gründe kommen dafür in Betracht: die gefallenen Futterkosten im Vergleich zum Vorjahr(en) und die relative Knappheit der Ferkel im gesamten europäischen Raum.  

In der  kommenden 46. KW sind weitere Preissenkungen unwahrscheinlich, die Kurse neigen eher zur Stabilisierung, auch Preisanstiege sind nicht auszuschließen, wobei sich Ferkelpreise üblicherweise etwas schwerfälliger entwickeln als die  Schweinepreise

Ein Ende des Preisrückgangs erreicht?
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ZMP Live Expertenmeinung

Die Ferkelpreise erweisen sich gegenüber den sie bestimmenden Einflußfaktoren wie u.a. den Schweinepreisen als sehr robust. Die Preisrückgänge im Ferkelbereich fielen deutlich moderater aus als das im Schweinebereich bei vereinfachtem Vergleichsansatz zu beobachten war. Wesentliche Gründe für den begrenzt wirksamen Preisüberwälzungsmechanismus sind in 1. Linie die relative Ferkelknappheit in ganz Europa mit Schwerpunkt in Deutschland und die gemäßigten Futterkosten.

Für die kommende Woche zeichnen sich zumindest stabile, wenn nicht sogar leicht anziehende Preise ab. Das Vorweihnachtsgeschäft wirft seine Schatten voraus.

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