13.
12.13
Ferkelpreise widerstehen rückläufigen Schweinepreisen

Ferkel-Cockpit, 13.12.2013

Bullish
  • weiterhin knappes Angebot an Ferkeln aus dem In- und Ausland
  • hohe Einstallbereitschaft
Bearish
  • Schweinepreise im Rückwärtsgang

Ferkelpreise  (Stand 13.12.2013)

Die Ferkelpreisnotierungen haben in der Woche bis zum 9. Dez-13 je nach Notierungsgebiet zwischen 0 bis 1,50 € je Stück zugelegt. Zwar wurden die Schweinepreise wieder abgesenkt, aber das Ferkelangebot ist einfach zu knapp, um im Preis nach unten zu folgen.

Die gemeldeten Ferkelzahlen aus dem Inland haben leicht abgenommen.

Holländische Ferkelimporte nach Deutschland sind in der 48. Kalenderwoche wieder  auf 77.563 Stück gegenüber der Vorwoche um rd. 7.000 angestiegen. Die Gesamtexporte  Hollands sind gegenüber der Vorwoche um 5.000 Stück kleiner geblieben.

Im Vergleich zum Vorjahr bleiben die Exportzahlen immer noch deutlich zurück. Hochgerechnet auf das Jahr 2013 werden die holländischen Ferkelexporte nach Deutschland um 110.000 Stück kleiner ausfallen als im Vorjahr.

Die dänischen Ferkelexporte haben im Monat Okt. 2013 um rd. 15.000 Stück im Vergleich zum Vormonat zugenommen. Gegenüber dem Vorjahresmonat bleiben die Liefermengen um rd. 10.000 zurück.

Für die Monate Jan bis Sept 2013 wurden rd. 64 % der Ferkel nach Deutschland transportiert und 28 % gingen nach Polen. Hochgerechnet auf das gesamte Jahr 2013 werden die dänischen Ferkelexporte nach Deutschland um 400.000 Stück zurückgehen.

Insgesamt werden für das Jahr 2013 rd. 0,5 Mio. Ferkel weniger nach Deutschland eingeführt werden.

Für die Woche bis 15. Dez.-13 werden weitere Preisaufschläge von  0,0 bis 1,50 € je Stck. gefordert. Den weiter schwachen Preisvorgaben aus dem Schweinebereich folgend dürften höhere Ferkelpreise in der kommenden 51. KW nur schwerlich durchzusetzen sein.

Ferkelpreise widerstehen rückläufigen Schweinepreisen
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ZMP Live Expertenmeinung

Die angesichts der Nachfrage knapp bleibenden Ferkelangebote aus dem In- und Ausland führen zu sehr robusten Notierungen. Die aktuelle Schwäche bei den Schweinepreisen hat zunächst nicht zu Rücksetzern bei den Ferkelkursen geführt. Ob diese Widerstandsfähigkeit  auch längere Zeit durchgehalten werden kann, ist angesichts der kommenden Feiertage zu bezweifeln.

Deutschland profitiert von seiner zentralen Lage und Nähe zu den Ferkelüberschußgebieten Niederlande und Holland. Bei rückläufigen Gesamtexport bleiben relativ mehr Ferkel in Deutschland, während entfernter liegende Bedarfsstandorte zurückstecken müssen. Grundlegende Änderungen der Ferkelversorgungslage kann entscheidend nur in Deutschland mit einer Aufstockung der Sauenbestände erfolgen. Die noch ausstehende Auswertung der Viehzählungsergebnisse vom 4. Nov. 2013 kann darüber mehr Aufschluss liefern.

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