14.
03.14
Ferkelpreise nach Bodenbildung wieder im Aufwind der Schweinepreise

Ferkel-Cockpit, 14.03.2014

Bullish
  • Wieder steigende Schweinepreise ziehen Ferkelpreise mit
  • Gemeldete Handelsmengen bleiben unter Durchschnitt
  • Ferkelimporte bleiben moderat
Bearish
  • Das Schweinepreisniveau deckelt das Ferkelpreisniveau

Ferkelpreise  (Stand 14. März 2014)

Die Ferkelpreise in der 10. Woche gaben in den Überschussgebieten und bei den direkt Schweinepreis-abhängig berechneten Ferkelnotierungen unter der Vorgabe fallender Schweinepreise nach, in den klassischen Zuschussgebieten blieben die Preismeldungen unverändert. Für die 11. KW (10. bis 14. März) fallen die hessischen Notierungen mit -1,50 € Stück aus den sonst stabilen Notierungsverhalten heraus. Die gemeldeten Handelsmengen bleiben hinter den üblichen Stückzahlen zurück.

Neue Ferkelpreisnotierungen ab 10. bis 14. März. 2014 (bzw. 11. KW-2014)

Der Nord-West-Preis (10. KW.-14) wurde mit  52 € je Stück 25 kg Ferkel um 2 € je Stück nach mehrwöchigen stabilen Preisen zurückgesetzt.  Die gehandelten Ferkelmengen der Vorwoche sind auf 165.696 (Vorwoche 162.512 Stück VorVorwoche 167.192 Stück, VorVorVorwoche 170.961) wieder leicht angestiegen. Für die 11. KW blieben die Kurse unverändert. Verbesserte Aussichten auf die Schweinepreise dürfte den ausschlaggebenden Grund  geliefert haben.

In Hohenlohe/Oberschwaben wurden die Notierungen in der 10. KW bei  53,50 € je 25 kg Ferkel um 2 € gesenkt. Für die 11. KW sind die Ferkelpreise dank besserer Aussichten auf dem Schweinefleischmarkt unverändert geblieben.

In den übrigen deutschen Notierungsgebieten mit unterschiedlichen Gewichten und Verkaufskonditionen unter der Ausnahme von Hessen wurden die Ferkelpreise für die 11. KW beibehalten.

Die holländischen Ferkelpreise sind seit der  7. KW  bis einschl. 10. KW um - 6 € je Stück gefallen. Die Tendenz für die 11. KW lautet jedoch unverändert. In den ersten 5 Wochen hat Holland 408.190 Ferkel nach Deutschland verfrachtet, 10.000 Stück weniger als in den letzten 5 Dez.-2013-Wochen, aber 35.000 mehr als in Vorjahreszeitraum Jan 2013.

Dänische Ferkelpreise folgten den heruntergesetzten Schweinepreisvorgaben jetzt seit der 7. KW bis einschl. 11. KW mit jeweils -1,12 € je Stück. Für die kommende 12. KW wurde der Basisferkelpreis um rd. +1,12 € je 30 kg Ferkel wieder angehoben. Im Jan 2014 hat DK rd. 850.000 Ferkel ausgeführt, rd. 10.000 Stück mehr als im Vorjahresmonat, aber 10.000 weniger als im Dez 2013. Deutschland bekommt davon zwischen 65 und 70 %.  

Die Ferkelpreisentwicklungen folgen zwar grundsätzlich den Entwicklungen aus dem Schweinefleischbereich, allerdings regional unterschiedlich intensiv und zeitlich verzögert. Die beiden Ferkelüberschussregionen Niederlande und Dänemark haben ihre Notierungen in den zurückliegenden Wochen hintereinander stetig gesenkt. Mit günstiger werdenden Schweinepreisen beginnt aber auch dort ein sofortiger Wiederanstieg.

Die deutschen Notierungsgebiete sind etwas zurückhaltender beim Preisrückgang gewesen. Die unterdurchschnittlichen Ferkelzahlen in Verbindung mit den erfreulicher werdenden Perspektiven bei den Schweinepreisen haben sofort zu einer Stabilisierung der Ferkelkurse geführt. Die Defizitlage auf dem deutschen Ferkelmarkt trägt maßgeblich zu dieser typischen Verhaltensweise bei.

Für die kommende Woche ist angesichts der zu erwartenden Schweinepreissteigerungen auch prompt wieder mit anziehenden Ferkelnotierungen zu rechnen.

Ferkelpreise nach Bodenbildung wieder im Aufwind der Schweinepreise
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ZMP Live Expertenmeinung

Der Schweinepreisrückgang infolge der russischen Importsperre ist trotz robuster Widerstände nicht spurlos an den Ferkelpreisen vorbei gegangen. In den klassischen Überschußregionen DK und NL  wurden deutliche Ferkelpreisrückgänge verzeichnet. Deutsche Ferkelnotierungen haben weniger stark nachgegeben.

Mit der Wiederbelebung der Schweinepreise infolge niedriger Schlachtzahlen und wetter- bzw grillbedingt steigenden Absatzes haben die Ferkelpreise Boden gut gemacht. Die Tendenzen zu einem Wiederanstieg sind unübersehbar. Allerdings liegen die Kurse noch weit von einem üblichen  saisonalen Höhepunkt im März entfernt. Die Aussichten darauf dürften in diesem Jahr gering eingeschätzt werden. Die russische Importsperre sorgt in diesem Jahr für einen flacheren Verlauf der Saisonfigur .

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