Bei seinem gestrigen Ägypten-Besuch haben die Delegationen von Russlands Präsident Vladimir Putin und Abd al-Fattah Said Husain Chalil as-Sisi auch über den Bau von Getreidesilos gesprochen, die Ägypten zu einem zentralen Umschlagplatz für Getreide machen sollen. Es soll eine Anlage mit einer Lagerkapazität von 8 Mio. Tonnen entstehen, bei deren Bau auch Russland mitwirken will.
Qualifizierte Lagerräume sind in Ägypten knapp. Sie sind aber wichtig, um die nationale Getreideernte zu erfassen und sie vor Verderb zu schützen, damit zukünftig weniger Weizen importiert werden muss.
Ägypten ist der zweitgrößte Käufer für Russlands Weizen und ist durch die Exportbeschränkungen der letzten Wochen stark betroffen. Nach russischen Angaben hat es nach der Einführung der Exportsteuern auf russischen Weizen am 1. Februar keine Einschränkungen gegeben. Ende Januar steckten noch einige ägyptische Schiffe wegen fehlender Formulare in russischen Häfen fest. Gegenüber der Presse sagte der russische Agrarminister Nikolai Fyodorov, dass es sich lediglich um kleine technische Probleme handele.