In Argentinien, dem weltweit größten Exporteur von Sojaschrot uns Sojaöl, werden die Schiffsverladungen durch Streiks der Ölmühlenarbeiter behindert. Die Gewerkschaft der Ölmühlenarbeiter, deren Mitglieder in 20 % der Industriebelegschaft darstellen, hat am Montag den Getreidehandel im Süden des Hauptumschlagplatzes Rosario komplett lahm gelegt.
Im Norden des Drehkreuzes der argentinischen Getreidewirtschaft dominieren regierungsfreundliche Gewerkschaften. Dort wurde gestern noch weiter gearbeitet. Als Vermittler in die Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, in denen die Gewerkschaft eine Lohnsteigerung von 42 % verlangt, hat sich der Arbeitsminister angeboten. Die Sojabohnenernte steht in Argentinien kurz vor dem Abschluss; der Streik wird von dem mächtigen Gewerkschaftsverband des Lanes unterstützt.