Milliarden Investitionen in einfache Transportwege und Elektronik seien die besten Maßnahmen, um Entwicklungsländern zu helfen. Schließlich verderben dort ein Viertel aller Lebensmittel unmittelbar nach der Ernte. Das ist das Ergebnis einer Studie des International Food Policy Research Institute in Washington DC.
Die Autoren empfehlen diese Art von Entwicklungshilfe im Wert von $15 Mrd. in den kommenden 15 Jahren. Es müssen Straßen und Schienennetze gebaut werden, um die Farmen mit den Märkten zu verbinden. Außerdem sei eine ausreichende elektronische Versorgung vonnöten, damit eine verlustarme Lagerung gewährleistet werden kann. Damit können Lebensmittel im Wert von $310 Mrd. vor dem Verderben bewahrt werden.
Bei der Entwicklungshilfe werde meist die fehlende Infrastruktur der ländlichen Regionen übersehen. Das Ziel der Vereinten Nationen, bis 2030 die Anzahl der Hungernden Menschen zu halbieren, sei nur zu erreichen, in dem die Infrastruktur im ländlichen Raum verbessert wird.
Lebensmittelverluste werden durch fehlende Ernte- und Lagertechnik verursacht. Wenn die Verluste halbiert werden könnten, hätten Milliarden Menschen mehr zu essen. Das zeigen Bespiele aus Indien, Afrika, Latein Amerika und Asien. Bisher sei die Debatte um verdorbene Lebensmittel nur in hoch entwickelten und reichen Nationen geführt worden, wo viele Lebensmittel weggeworfen werden. In Entwicklungsländer erreichen diese noch nicht einmal den Markt. Dort ernähren sich Ratten und anderes Ungeziefer von den Vorräten, wenn es nicht genügen qualifizierten Lagerraum und Transportwege gibt.
Die Studie empfiehlt außerdem, mehr Mittel für Forschung zur Verfügung zu stellen, um die Ernten zu steigern. Heutzutage sind zirka 900 Mio. Menschen auf der Welt chronisch unterernährt.