Das australische Meteorologische Institut teilt heute Morgen mit, dass es erneut Anzeichen für ein El Nino-Effekt gibt. In den Klimamodellen zeigt sich, dass die Oberflächen-Wassertemperaturen im zentralen tropischen Pazifik zu warm sind und El Nino-Schwellen bis Mitte dieses Jahres überschritten sind. Zurzeit wird die Wahrscheinlichkeit auf 50 % angesetzt, was für diesen Termin doppelt so viel ist, wie üblich.
Auf der Südhalbkugel würden im Fall eines El Nino im Süden Australiens unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen im Winter und im Frühjahr (Juni bis Oktober) sowie überdurchschnittliche Tagestemperaturen auftreten. Das hätte dann einen erheblichen Einfluss auf die dortige Weizenproduktion. Bisher wird die Weizenernte 2015/16 auf 24,39 Mio. tonnen geschätzt, 3 % mehr als im letzten Jahr. Die zwei vorhergehenden Ernten litten bereits unter Trockenheit.