In den weltweit führenden Agrarnationen USA und Brasilien haben die Farmer im letzten Jahr den Anbau biotechnisch erzeugter Pflanzen schneller ausgeweitet, als in anderen Teilen der Welt. Das geht aus einem Report des International Service for the Acquisition of Agri-biotech Application (ISAAA) hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.
In den USA wurden danach auf 73,1 Mio. Hektar 4,3 % mehr biotechnisch veränderte Pflanzen angebaut, in Brasilien lag die Steigerungsrate sogar bei 4,7 % auf insgesamt 42,2 Mio. Hektar. In erster Linie handelt es sich dort um den Anbau von genetisch veränderten Mais oder Sojabohnen. Weltweit stieg der Einsatz dieser Züchtungen um 3,6 % auf einen neuen Rekordwert von 181,5 Mio. Hektar. Der ISAAA bewirbt die Biotechnologie für den Einsatz in der Landwirtschaft.
Kritiker werfen der ISAAA vor, dass die Veröffentlichung der Zahlen zum Ziel habe, der Öffentlichkeit zu zeigen, wie hoch die Akzeptanz von genetisch veränderten Organismen ist. Sie warnen davor, dass Biotechnologie den Einsatz von Pestiziden erhöht und zu Umweltschäden führt.