Brasiliens neue Agrarministerin Katia Abreu, die am Montag vereidigt wurde, will sich für mehr Lebensmittelsicherheit und ein besseres Regelwerk für die Schädlingsbekämpfung einsetzen, um neue Exportmärkte zu erschließen. Eine bessere Ausbildung in der Landwirtschaft sowie die Vernetzung mit privaten Investoren können die pflanzengesundheitlichen Versesserungen in Brasilien vorantreiben. Das wird die bestehenden Handelsbeziehungen pflegen und weitere ermöglichen, so die Ministerin.
Brasiliens Agrarprodukte wurden in den zurückliegenden Jahren von verschiedenen Empfängerländern gemieden, nachdem es häufiger Krankheitsausbrüche und zu mehr Schädlingsbefall durch die Ausweitung der industrialisierten tropischen Landbewirtung kam.
Im letzten Jahr hatte Russland seinen jahrelang anhaltenden Importbann für brasilianisches Fleisch aufgehoben als die EU und die USA in der Krim-Krise als Lieferanten ausgeschlossen wurden. Der brasilianische Verband der Getreideexporteure Anec glaubt, dass eine bessere Schädlingskontrolle in Brasilien mehr Sojaexporte nach Russland ermöglichen würde.
Um die Produktion zu steigern, soll die Beregnungsfläche verdoppelt werden. Der Süden des Landes, wo meist Zuckerrohr und Kaffee erzeugt werden, wurde im letzten Jahr von der bisher längsten Trockenheit betroffen, sodass sich die Kaffeepreise verdoppelt haben. In der Zucker- und Ethanol Industrie kam es zu einer Welle von Pleiten und Firmenschließungen.