Schlechtes Wetter beschränkt die bulgarische Weizenernte 2015 auf 4 Mio. Tonnen. Das ist die Meinung eines Mitglieds des bulgarischen Verbands der Getreideerzeuger. Damit wäre die Ernte um 18 % kleiner als im Vorjahr. Als Gründe werden die späte Aussaat und eine kleinere Anbaufläche angeführt.
Die Landwirte kamen im Herbst nicht auf die nassen Felder, sodass 20 % der Flächen gar nicht bestellt werden konnten. Einige wenige Flächen wurden erst im Dezember bestellt. Mit 4 Mio. Tonnen Weizen ist die Eigenversorgung (2 Mio. Tonnen) sichergestellt und die gleiche Menge stünde für den Export zur Verfügung. Traditionell sind Spanien, Italien und Portugal Käufer des Schwarzmeer Anrainers.
Das Landwirtschaftsministerium in Sofia führt derzeit ein umfangreiches Monitoring durch und will das Ergebnis am Ende des Monats mit einer ersten Ernteschätzung veröffentlichen.