China importierte im März 243.000 Tonnen Distilliers Dried Grains (DDGs). Das sind zwar 44 % weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres, aber dreimal soviel wie im Februar. Im letzten Jahr waren die Importe zusammengebrochen, als China noch ein Importverbot für bestimmte genetisch modifizierte Maissorten hatte. Die Verladungen dieses Getreide-Nebenprodukts aus der Mais basierten Ethanol Produktion konnten zuletzt aber wieder deutlich zunehmen, nachdem China in der zweiten Jahreshälfte 2014 eine Einfuhrgenehmigung für Gen-Mais erteilte.
Die April DDGs-Importmenge Chinas wird von Marktanalysten auf 400.000 bis 500.000 Tonnen geschätzt. Im ersten Quartal 2015 lag der monatliche Durchschnitt bei 391.084 Tonnen, was einem Minus gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr von 72 % entspricht.
China ist weltweit der größte Importeur dieses Futtermittels und kauft die größten Mengen in den USA, die der größte Exporteur ist. Die Futtermittelhersteller setzen Proteinreiches DDGs als preiswerten Ersatz zu Mais und Sojabohnen ein. Aufgrund Chinas Subventionen für die lokale Landwirtschaft ist chinesischer Mais ohnehin um 30 % teurer als am Weltmarkt. Im März importierte China, am Weltmarkt die Nr. 2 unter den Importeuren, deshalb auch mit 50.562 Tonnen 5 % mehr Mais als im März des Vorjahres aber nur einen Bruchteil der 602.947 Tonnen, die im Februar importiert wurden. Die Importquoten aus 2014 sind inzwischen alle angelandet, während die Importquoten für 2015 erst im kommenden Monat empfangen werden können. Chinas Maisimporte aus der Ukraine belaufen sich inzwischen auf über 2 Mio. Tonnen.