09.
01.15
17:25

China: Neue Importregeln bremsen Importe aus

Chinas Getreideimporte könnten sich in diesem Jahr deutlich reduzieren, nachdem die Regierung in Peking staatliche Reserven abbauen will und die Vergabe von Importquoten zukünftig an Käufe aus eigenen Beständen bindet. Üblicherweise werden Importquoten im Januar vergeben und dann auch sofort als Auftrag an internationale Händler weitergegeben. In diesem Jahr könnte sich das Vergabeverfahren aber über Monate hinziehen, sagen Analysten voraus. Zwar ist die Importmenge, die China genehmigen könnte, gleich geblieben, die Firmen erhalten aber nur dann eine Einfuhrerlaubnis, wenn zuvor ein Kauf aus stattlichen Beständen erfolgt ist.
Deshalb meinen Analysten jetzt, dass zumindest Maisimporte kleiner ausfallen und die großen staatlichen Bestände abgebaut werden. Mühlen können erst dann eine Einfuhrerlaubnis ersteigern, wenn die Käufe aus den stattlichen Reserven bezahlt und abgenommen sind. Der gesamte Prozess wird mindestens zwei Monate dauern. 60 % der 7,2 Mio. Tonnen Importquoten für Mais sind staatseigenen Betrieben vorbehalten, sie sind aber nicht dazu verpflichtet, Interventionsware zu kaufen. Schwer wird es, für die verbleibenden 40 % Importquoten, die privaten Mühlen davon zu überzeugen, die oft Minderwertigen Qualitäten zu höheren Preisen zu beziehen. Die Lagerbestände in den nordöstlichen Provinzen sind derzeit durchschnittlich $39/Tonne teurer, als Importware. So sind in der ersten Auktion, die vom 6.-bis8. Januar stattfand, nur 36 % der offerierten 1,7 Mio. Tonnen Mais verkauft worden. Der Rest wird auf die nächste Auktion in der kommenden Woche vorgetragen. Außerdem wurden 83,6 % der 2 Mio. Tonnen Weizen verkauft. Von dem beteiligten Händler wurden in dieser Woche sogleich zwei Lieferungen Weizen in den USA und Australien gekauft.

 

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