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01.15
16:16

Chinas Maisbestände steigen deutlich

Chinas staatliche Maisvorräte werden in diesem Jahr wohl ein neues Rekordniveau erreichen. Deshalb will Peking jetzt den Export durch Zollvergünstigungen stimulieren, so eine offizielle Regierungsmitteilung von gestern.
Pekings Subventionspolitik hat die Produktion von Mais stimuliert sodass die Lagerhäuser überlaufen. Nun sollen Exporte durch Steuerrabatte für Maisstärke und andere Maisprodukte, wie Monosodium Glutamat belebt werden. Ob das gelingt, wird aber von dem chinesischen Stärkeverband in Frage gestellt. Die Hersteller seien nicht auf Exporte eingestellt und hätten zudem in den zurückliegenden Jahren Verluste geschrieben.
Chinas Eigenbedarf an Mais und Maisprodukten fiel in 2013/14 zum zweiten Mal in Folge, da die Verbraucher auf billigere Substitute wie Distiller´s Dried Grains (DDGs) zurückgreifen. In China erzeugter Mais ist am Weltmarkt nicht konkurrenzfähig, da die staatlich festgelegten Preise 40 % über dem Weltmarktniveau liegen. Im Jahre 2008 wurden diese Subventionspreise festgesetzt, um die ländliche Bevölkerung zu unterstützen.
Der Rabatt würde die Stärkepreise um ungefähr $50/Tonne auf $450/Tonne senken, das ist aber immer noch mehr als die $410-$415/Tonne für Maniokstärke die für $380-$400/Tonne angeboten wird oder indische Maisstärke, so der Verband.
Die Maisverarbeitende Industrie Chinas hatte in 2014 einen Rohstoffverbrauch von52 Mio. Tonnen, das sind 2 Mio. Tonnen mehr als im Jahr zuvor. Die Verarbeitungskapazität beträgt aber 80 Mio. Tonnen im Jahr. Chinas Export von Maisstärke fiel in 2014 um 41,8 % gegenüber dem Vorjahr auf 56.400 Tonnen. Das sind deutlich weniger Exporte als im 2008 als noch 450.000 Tonnen Maisstärke ins Ausland verkauft werden konnten.
Peking war in 2014 gezwungen, die staatlichen Maisreserven um 60 Mio. Tonnen auf 120 Mio. Tonnen zu erhöhen. Die Zahlen stammen vom China National Grain and Oils Information Center (CNGOIC) Die Menge entspricht einem Eigenbedarf von acht Monaten und ist größer als bisher von privaten Schätzern erwartet. Die staatlichen Lagerhäuser haben im laufenden Vermarktungsjahr fast 40 Mio. Tonnen Mais erfasst.
Die Importe von DDGs werden mit 5,4 Mio. Tonnen ähnlich hoch liegen, wie im letzten Jahr. Der Import von Sorgum wird auf sechs Mio. Tonnen geschätzt, gegenüber 4,2 Mio. Tonnen im Vorjahr.

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