Chinas Mischfutterhersteller fragen in den USA nach weiteren Mengen distillers´ dried grains (DDGs) für Lieferung im Februar und März, nachdem in den letzten Wochen die Importrestriktionen für das proteinreiche Futtermittel gelockert wurden. Nach dem Jahreswechsel melden sich die Altkunden zurück und es gibt auch neue Anfragen, berichten heute Morgen Händler in den USA gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Aufgrund der Erfahrung im letzten Jahr, als China mehr als 1 Mio. Tonnen DDGs wegen der Kontamination mit damals noch nicht für den Import freigegebenen genetisch veränderten Organismen zurückgewiesen hatte, verlangen die Exporteure von ihren Lieferanten Vorauszahlungen in Höhe von 20 bis 35 % des Warenwertes als Sicherheit.
Bereits im Dezember hatte China 900.000 Tonnen DDGs aus den USA bezogen, was als Vorzeichen für die inzwischen erteilte Einfuhrgenehmigung einer genetisch veränderten Syngenta-Maissorte gewertet wurde. China hat in den letzten beiden Jahren jeweils vier Mio. Tonnen DDGs aus den USA bezogen, im Frühjahr endete der Bezug wegen der fehlenden behördlichen Einfuhrgenehmigung aber abrupt.
Durch die hohe Nachfrage nach DDGs aus Mexiko, Vietnam, Süd Korea und China sind die Preise für DDGs in den USA auf den höchsten Kurs seit Juni angestiegen obwohl Futtermittel wegen der übermäßig hohen US-Maisernte und der großen Verarbeitungsmenge zu Ethanol auf eine Rekordmenge angewachsen sind.