Die chinesischen Soja Importe liegen im April bei 5,31 Mio. Tonnen, das sind 18 % weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Ein Streik der brasilianischen Spediteure hatte Angang März die Verladungen aus dem südamerikanischen Land, der Nr. 2 unter den Sojabohnen Exporteuren der Welt, verzögert.
Wegen des geringeren Angebots fahren die chinesischen Ölmühlen ihre Werke nun mit niedrigerer Kapazität. Inzwischen verbesserte sich die Versorgungslage aber zusehends, denn die Schiffsankünfte aus Südamerika nehmen wieder zu. Von Mai bis Juli werden in China Sojabohnen Importe von 6,5 Mio. bis 7,5 Mio. Tonnen im Monat erwartet.
China ist mit weitem Abstand der weltweit größte Importeur von Ölsaaten. 60 % des am Weltmarkt verfügbaren Angebots geht nach China. Die Erwartung so großer Importmengen hat in China zu fallenden Preisen am lokalen Markt geführt. Die Bohnen Importe in den ersten vier Monaten dieses Jahres fielen um 4,1 % auf insgesamt 20,94 Mio. Tonnen. Außerdem importierte China im April 520.000 Tonnen Speiseöle (Palmöl, Sojaöl und Rapssaat Öl) , das sind 44 % mehr als im letzten Jahr. In den Monaten zuvor waren die Speiseöl Importe allerdings sehr schwach gewesen. Sie fielen um 36,6 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 1,57 Mio. Tonnen.