Vom Börsenbetreiber CME werden zwei Weizenfutures angeboten. Der „Wheat-Kontrakt “ hat den Soft-Red-Winter (SRW) als Grundlage und ist vergleichbar mit dem Milling Wheat Nr. 2 am Pariser Matif. Der „KCBT Hard Red Winter Wheat“ ist das Preissicherungsinstrument für Hartweizenqualitäten. Das wäre ein Pendant zum Qualitätsweizenfuture „Milling Wheat Nr. 3“, der ab Montag ebenfalls am Matif angeboten wird. Der HRW-Kontrakt kam 2012 zur CME hinzu, als das Kansas City Board of Trade sich dem Börsenverbund in Chicago anschloss.
Der SRW ist nach wie vor der weltweit am stärksten genutzte Weizen-Terminkontrakt. Inzwischen handeln viele Arbitrageure den Preisunterschied zwischen diesen beiden Qualitäten, indem sie einen Kontrakt kaufen und den anderen Kontrakt verkaufen. Die Preisschwankungen auf dem Konto des Arbitrageurs bleiben dadurch gering. Diese sogenannten Spread-Kontrakte füllen so das Orderbuch des weniger liquiden HRW-Kontrakts. So baut sich auch dort ein größerer Kontraktbestand auf.
Nun will die Börse die von ihr festgelegten täglichen Preisschwankungslimite für beide Futures aufeinander einstellen. Bisher ist es so, dass der Handel für den SRW ausgesetzt wird, wenn der Börsenkurs um mehr als 35 Cent in einer Handelssitzung gegenüber dem Schlusskurs des Vortages steigt oder fällt. Beim HRW ist gilt aber noch ein Schwankungslimit von 40 Cent.
Diese Änderung wurde jetzt der amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zur Genehmigung vorgelegt.