Das Beratungsunternehmen der brasilianischen Regierung Conab teilte heute mit, dass die Sojabohnenernte 2014/15 von 94,6 Mio. Tonnen auf jetzt 93,3 Mio. Tonnen reduziert wurde. Sowohl die durchschnittlichen Erträge als auch die Anbaufläche wurden nach unten revidiert. Damit passt sich die Conab – Schätzung den Schätzungen privater Analysten an. 40 % der Sojabohnen in Brasilien sind inzwischen geerntet. Die Erntemenge bleibt damit aber trotzdem noch weit über der Ernte des Vorjahres, als 86,1 Mio. Tonnen geerntet wurden. Die Streiks der Fernfahrer haben sich nicht negativ auf die Ernte ausgewirkt, da die Landwirte genügend Diesel gehortet hatten, um mit der Ernte voranzukommen.
Conab schätzt, dass Brasilien 46,8 Mio. Tonnen Sojabohnen aus dieser Ernte exportieren wird. Die Exportschätzung belief sich im letzten Monat noch auf 47,8 Mio. Tonnen. Damit wird Brasilien wohl auf den zweiten Platz der Weltrangliste nach den USA verwiesen.
Die inländische Verarbeitungsmenge wird um 11,4 % auf 41 Mio. Tonnen steigen, teilt die Regierung mit, denn die Biodieselproduktion wird aufgrund von höheren Beimischquoten steigen. Die Endbestände der Sojabohnen werden am Ende der Saison auf 4,77 Mio. Tonnen geschätzt.