Ein Gutachten des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), das im Auftrag der SPD-Fraktion erstellt wurde, kommt zum Ergebnis, dass Deutschland maximal 45 Mrd. Euro aus der geplanten Finanztransaktionssteuer einnehmen würde. Für Frankreich springen 36 Mrd. Euro und für Italien maximal 6 Mrd. Euro heraus.
Dieses Steuerprojekt wird nur von elf EU-Staaten befürwortet, darunter Deutschland, Frankreich und Italien. Großbritannien und Schweden verhinderten durch ihr Veto die Eiführung in der gesamten EU. Bisher ist zudem umstritten, für welche Finanzprodukte die Steuer erhoben werden soll und wie hoch die angelegten Steuersätze sein sollen.
Im Gespräch sind Aktien und Anleihen, die mit 0,1 % des Kaufpreises besteuert werden sollen, sowie Termingeschäfte deren Steuersatz auf 0,01 % des Nominalwertes angedacht sind. Das ist das Modell der EU-Kommission. Die Transaktion eines Weizenfuture am Pariser Matif, der einen Nominalwert von 9425 € hat (entsprechend 189,50 €/Tonne) würde dann mit 0,9425 € belastet.