Australische Wettermodelle zeigen, dass sich in diesem Jahr, ab Juni, mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 % das Wetterphänomen El Niño einstellen wird. Das teilte heute Morgen das Australische Büro für Meteorologie mit. Im äquatorialen Pazifik erwärmt sich die Wasseroberfläche und kann in Südost Asien und Australien Trockenheit, sowie heftige Regenfälle in Süd Amerika auslösen. Davon sind dann die Produktionsgebiete von Reis, Weizen und Zucker betroffen.
Die Passatwinde sind weniger ausgeprägt, sodass sich die Wasseroberfläche schneller als üblich erwärmt hat, so die Meteorologen. Sollte sich die Prognose bestätigen, werden im Osten Australiens unterdurchschnittliche Regenmenge im dortigen Winter und Frühling erwartet, sowie überdurchschnittliche Tagestemperaturen im gesamt südlichen Australien.
Das wird die Weizenernte Australiens betreffen, der der viert-größte Getreideexporteur der Welt ist. Die Weizenproduktion 2015/16 wird auf 24,39 Mio. Tonnen geschätzt, das wären 3 % mehr als die diesjährige ernte von 23,61 Mio. Tonnen.