Heißes und trockenes Wetter im Januar schädigt Brasiliens Sojabohnenernte, sodass das Beratungsunternehmen AgRural seine Februar-Ernteschätzung zurücknehmen wird. Auch wenn es in der letzten Woche etwas geregnet hat, so reicht das nicht aus, um die ausgetrockneten Böden in Teilen des Nordostens, im Center-West sowie im Südosten aufzubessern. In Mato Grosso, dem Spitzenerzeuger von Brasiliens Sojabohnen, ist nur halb soviel Regen gefallen, wie sonst im Januar. Nur im äußersten Süden fiel mehr Regen als üblich.
Die Sojabohnenernte ist landesweit bereits 3 % eingebracht. Das entspricht einem 5-Jahres-Mittel. In Goias, im Landesteil Center-West, wo die Trockenheit den größten Schaden angerichtet hat, werden 15 % Ernteverlust im Wert von 2,2 Mrd. Real (410 Mio. Euro) erwartet, beschreibt der Landesverband den Schaden.
Goias Sojabohnenernte 2014/15 wurde zuletzt auf 9,9 Mio. Tonnen geschätzt, das sind 10 % mehr als in der letzten Saison.