Die Rapssaatbestände in Westeuropa befinden sich nach dem Ende der Winterruhe in einem „ordentlichen Zustand“. In diesem Jahr wird die EU-Rapssaaternte zwar niedriger ausfallen, als im Rekordjahr 2014, die Prognosen zu Produktionsmengen und Erträgen liegen aber weiterhin über dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Der EU-Crop-Monitoring-Service hat am Montag seine Prognose der durchschnittlichen Rapserträge auf 3,24 Tonnen/Hektar beziffert. Das wäre ein Rückgang von 9,4% zum Vorjahr. Allerdings liegt der Wert 3,7% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Währenddessen schätzt die Europäische Kommission die Produktionsmenge für Rapssaat in der EU in ihrer ersten Prognose des Jahres auf 21,1 Mio. Tonnen. Das wäre ein Rückgang um 12% zum Vorjahr, jedoch 4,3% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Das milde Wetter im letzten Herbst und das Verbots des Einsatzes bestimmter Pestizide aus der Gruppe der sogenannten Neonikotinoide erhöht die Gefahr von Pilzerkrankungen, die Ertragsverluste mit sich bringen würden.