Die Kurse der CBoT-Sojabohnen vergrößerten gestern ihre Verluste nachdem die Trucker in Brasilien ihren Widerstand gegen steigende Frachtkosten durch eine Steuer auf Dieselkraftstoff abschwächen. Jetzt protestieren allerdings die Farmer in Argentinien mit einer Lieferunterbrechung ihres Getreides und Ölsaaten gegen die Agrarpolitik der Regierung. Das verhinderte gestern weitere Verluste an der Chicagoer Terminbörse.
Insgesamt stehen die Preise für Getreide und Ölsaaten unter Druck, meint der Ökonom der National Australia Bank Phin Ziebell heute Morgen in einem Statement.
In Brasilien werden nur noch eine Hand voll Straßen von den Fernfahrern blockiert. Der Protest auf der Bundesstraße im Bundesstaat Mato Grosso, wo der Streik vor zwei Wochen begann, wurde eingestellt. Inzwischen wird nur noch von 7 Aktionen berichtet, gegenüber 18 am Montag und mehr als 100 vor einer Woche.
Jetzt melden sich die Farmer in Argentinien zu Wort. Sie unterbrechen die Getreidelieferungen für drei Tage und protestieren damit gegen die Exportquoten und andere Maßnahmen der Regierung, die den Landwirten das Geld aus der Tasche ziehen. Das könnte den Warenfluss für Agrargüter beeinträchtigen und den US-Amerikanern die Aufträge zutragen.
