Ein Feuer in dem Treibstofflager der Ultracaraga am brasilianischen Hafen Santos hält inzwischen über sechs Tage den Hafenbetreiber in Atem. LKW mit Getreidelieferung können den größten Hafen des Landes nur bedingt anlaufen. Durch die große Hitzeentwicklung entzünden sich die Flammen immer wieder neu, so das brasilianische Fernsehen.
Die Polizei und Autobahnbetreiber haben die meisten Straßen zum Hafen gesperrt; der Hafenmeister hat alle Schiffsbewegungen an dem betroffen Liegeplatz Alemoa Dock untersagt. Aus diesem Grunde können sich Schiffe nicht mit Treibstoff versorgen.
Die Behinderungen betreffen zunächst nicht die Verladungen mit Sojabohnen oder andere Agrargüter obwohl Santos ein Drittel der brasilianischen Sojaexporte sowie die Hälfte der Mais-, Zucker- und Kaffeeexporte umschlägt. In den Hafensilos lagern bereits große Mengen der diesjährigen Ernte. Wie lange die Exporte noch aufrecht erhalten bleiben, ist im Angesicht beschränkter LKW-Zufuhren aber nicht vorhersehbar.